Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Schönberger Kulturkalender

Dorian Büchi "ZEITEN"

Termin: Samstag, 21. April 2018  18:30 bis 21:00 Uhr
Ort:Galerie Mainoeuvre, Meraner Str. 10, 10825 Berlin

Die Galerie Mainoeuvre freut sich, die Ausstellung des Züricher Künstlers Dorian Büchi zu präsentieren. "ZEITEN" wird vom 21. April bis 12. Mai, 2018 dauern und bietet den Besuchern eine Auswahl an Büchis neusten Ölgemälden, Zeichnungen und Mischtechnik-Arbeiten. Die Eröffnung findet am 21. April um 18.30 statt.

Büchi nähert sich seinem Schaffen von ungemein persönlicher Seite. Indem er Porträt als sein bevorzugtes Genre auswählt, übermittelt er intime Momente seines bisherigen Lebens durch das Prisma der Individuen, die sie mit ihm teilten und haucht jedem Bild eine schneidend poetische Sensibilität ein. Der Mittelpunkt gehört immer einer Frau, jedoch ist die Anwesenheit des Künstlers stets spürbar, obwohl er selten selbst dargestellt ist. Die schleierhaften Gesichter und die aufgeladene Atmosphäre erzeugen einen melancholischen Subtext und ziehen den Betrachter in das Gewebe vertraulicher Momente. “Ich würde sagen, dass Traurigkeit wahrscheinlich einer der grössten Auslöser ist, um ein Gemälde zu beginnen. Jedoch verändern sich die Umstände dauernd, und dann fängt es an interessant zu werden”, erklärt Büchi.

Das wahrscheinlich repräsentativste Gemälde von "ZEITEN" ist „Lady in a Hammock“, dass sich auf einen schwülen Nachmittag in Tulum, Mexiko bezieht: „Büchi erinnert sich, dass das Licht und die Wärme des Ortes überwältigend waren; Die englische Kunsthistorikerin Holly Brand vermerkt: “Um die Szene darzustellen, hat er jedoch eine monochrome Palette gewählt, indem er rhythmische Streifen von Öl verwendet, um ein Gefühl emotionalen Dunstes zu erzeugen". Das wahre Wesen von "ZEITEN" entfaltet sich in der "Financial Times" Reihe, in der Büchi Zeitungen als Hintergründe verwendet, um die Kürze seiner gewählten Erinnerungen hervorzuheben: Die kräftigen Striche von Farbe und Regung sind die Bewahrer dieser Augenblicke. Intakt schwebend, in einem eingeschlossenen und bedeutenden Platz in der Zeit.  

Dorian Buchi wurde 1989 in der Schweiz geboren. Als Kind einer Tunesierin und eines Schweizers, erlebte er schon früh künstlerische Anregung und wurde durch die Reisen mit seinen Eltern verschiedensten, kulturellen Einflüssen ausgesetzt. Es war jedoch sein Großvater väterlicherseits, selbst Künstler, der ihm das Bedürfnis einflösste, Maler zu werden. Zusammen mit seinem Bruder verbrachte Büchi Stunden im Atelier des Großvaters, wo sie ihn beim arbeiten und experimentieren mit verschiedenen Materialien beobachteten. Mit 16 Jahren hatte Büchi seine erste Einzelausstellung in einer Galerie am Ufer des Genfersees. Nach dem Studium an der Kunstakademie in Florenz, entschloss er sich die Welt zu entdecken. Nach einem darauffolgenden Aufenthalt in Paris, liess er sich für drei Jahre in New York nieder, wo er das Parsons abschloss und an Gruppenausstellungen teilnahm. Danach lebte für ein paar Jahre in London und hatte die einmalige Gelegenheit für Sotheby's zu arbeiten, wo er mit den Werken einiger der größten Künstler aller Zeiten in Kontakt kam, einschliesslich seinem andauernden Einfluss: Die Künstler des Impressionismus und der Moderne. Angeregt von Berlins nonchalantem Lebensstil zog er 2017 in die Stadt, wo er weiterhin lebt und arbeitet.