Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

GEDENKVERANSTALTUNG

Termin:
Freitag, 06. Dezember 2019 17.00 Uhr
Ort:
Kirche Zum Guten Hirten, Friedrich-Wilhelm-Platz in Friedenau
Veranstalter:
Wir waren Nachbarn

Prof. Dr. Leo Fernbach war 84 Jahre alt, als er mit seiner Frau Amalie und dem Sohn und Kinderarzt Hans Fernbach im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. Der älteste Sohn Ernst, von Beruf Steuerberater, starb bereits 1936. Die beiden Töchter Ruth und Anna, von Beruf Musiklehrerin und Säuglingskrankenschwester, wurden Anfang 1943 deportiert und ermordet. Leo Fernbach lebte seit 1915 in der Wilhelmshöher Straße 24 und seit über 40 Jahren in Friedenau.

Bis zu seiner Pensionierung 1924 war er Oberlehrer an der Luisenstädtischen Oberrealschule. Seine Frau Amalie und ihre vier Kinder wurden 1906 in der Kirche Zum Guten Hirten getauft. Sie waren Gemeindemitglieder jüdischer Herkunft. Nachdem die jetzigen Bewohner der Wilhelmshöher Straße 24 in der Ausstellung WIR WAREN NACHBARN im Rathaus Schöneberg die Namen von Leo, Amalie und Hans Fernbach entdeckt hatten, entstand der Wunsch, das Andenken der Familie zu ehren. In langer Recherche fand man etliche Spuren der Familie in Deutschland und Nachkommen in den USA.

Programm:

• Spurensuche und Entdeckungen über das Leben der Familie Fernbach
(Özcan Ayanoglu und Christiane Zieger-Ayanoglu)

• Lesung aus den Erinnerungen der Tochter und Enkelin Inge Fernbach
aus dem Buch "Obstacles, Miracles, & Love"

• Beiträge und Erzählungen der Urenkelinnen
(Susan und Korie Fernbach, USA)

• Die Rolle der Friedenauer Kirchengemeinde zwischen 1933 und 1945
(Pfarrer Michael Wenzel)

• Diskussion und Gespräch mit Ozean Ayanoglu