Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Kalender

Schöneberger Kulturkalender

Papier.Salon.

Termin: Samstag, 13. Januar 2018  18:00 bis 21:00 Uhr
Ort:WENTRUP, Tempelhofer Ufer 22, 10963 Berlin

Sol Calero, Jean Cocteau, William Copley, Mariechen Danz, Peter Doig, Marcel van Eeden, Debo Eilers, Günther Förg , Tim Gardner, Axel Geis, George Grosz, Karl Haendel, Sophie von Hellermann, Lothar Hempel, Gregor Hildebrandt, Alex Katz, Martin Kippenberger, Alicja Kwade, Michel Majerus, John McAllister, Olaf Metzel, Peles Empire, Francis Picabia, Sigmar Polke, David Renggli, Thomas Schütte, Wawrzyniec Tokarski, Jorinde Voigt, Amelie von Wulffen, Franz Erhard Walther, Katharina Wulff

Design Möbel in Kooperation mit FIRMA LONDON, Berlin.

Die Gruppenausstellung Papier.Salon. verbindet eine feine Auswahl von Zeichnungen mit modernen Möbeln des 20. Jahrhunderts.

Der spannungsreiche Ansatz der Inklusion zeitgenössischer Arbeiten auf Papier, sowie des durch modernen Möbel-Designs gegliederten Innenraums, verschmilzt zur privaten Bühne und legt unterschiedliche Formen der Reflexion über unmittelbare Raumerfahrung nahe.

Das (in der französischen Revolution entsprungene) Modell des gesellschaftlichen Salons lässt sich als kultureller Begegnungsraum betrachten. Es kommt ihm die Funktion eines Laboratoriums zu, in welchem es um die Suche nach einer vernünftigen, für alle Beteiligten reizvollen, grenzüberschreitenden kommunikativen Interaktion geht und starre Konventionen außer Kraft zu setzen vermag.

Der Zeichnung und Arbeit auf Papier kam vermehrt seit der Zeit der Romantik wegen ihrer Möglichkeiten tiefer Einfühlung und des zugleich unmittelbaren Strichs ein hoher, autonomer Stellenwert in der Kunst zu. Dieser überdauerte bis heute und beflügelt Zeitgenossen auf vielfältige Weise immer wieder neue Perspektiven und Stile zu finden. Den gleichen Aufbruchsgedanken gestalterischer Unabhängigkeit und künstlerischer Freiheit prägen die Designs des Mid-Century hin zu denen des Künstlerkollektivs „Memphis“, die in der Ausstellung präsentiert werden.

Dieses intime „Setting“ der Ausstellung hebelt die übliche exponierte Atmosphäre des heutzutage charakteristisch gewordenen Konzepts rein repräsentativer „White Cubes“ aus. Die wohnliche Innen-Architektur wird im Zusammenspiel von Mobiliar mit dichter „Salonhängung“ noch bekräftigt. Jetzt wird der Mensch erneut in die Position eines bewussten Akteurs des (Re-)Präsentations-Raums versetzt und tritt in einen direkten Dialog mit den Zeichnungen und Möbeln.


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