Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

9.03.2019

Zurück ins Leben

Nach dem persönlichen extremen „Erlebnis“ einer Krebserkrankung möchte ich über meine Erfahrungen mit der darauf folgenden ambulanten REHA in der Rubensstraße berichten.

AVK in der Rubensstraße. Foto: Thomas Protz

Während eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme entfernt vom Wohnort stattfindet, wie zum Beispiel bei einem Kuraufenthalt, absolviert man eine ambulante Reha in Wohnortnähe. Die ambulante onkologische Reha Vivantes ist die einzige onkologische Rehaklinik in Berlin, die alle Tumorarten (außer Hirntumoren) behandelt. Eine ambulante Reha zu machen hat zum Beispiel den Vorteil, dass man von seinem Partner nicht für längere Zeit getrennt wird und das heimische Umfeld nicht längere Zeit verlassen muss. Auch kann man das Erlernte gleich im Alltag ausprobieren.

Die ambulante Reha ist in der Regel besonders in den ersten Tagen sehr anstrengend, da es zum Beispiel keine private Rückzugsmöglichkeit gibt und vom Patienten viel Eigeninitiative gefordert wird. Üblicherweise wird die Reha aber schon in der zweiten Woche als weniger anstrengend empfunden und Beschwerden nehmen ab.

Die ambulante onkologische Reha findet von montags bis freitags außer an Feiertagen für 5-6 Stunden am Tag und über einen Zeitraum von 3 bis max. 5 Wochen statt. Zur Unterstützung der Patienten stehen vielfältige Hilfen zur Verfügung, von denen hier nur die Wichtigsten genannt werden sollen:

-    interner Begleitservice, wenn gewünscht.
-    Fahrservice, der die Patienten von zu Hause abholt und zurück bringt, wenn erforderlich.
-    Lage auf dem Gelände eines Akutklinikums (AVK)
-    überall ist Sauerstoff vorrätig.
-    Verpflegung, bei Bedarf auch mehrmals täglich, inkl. Hilfestellung durch das Personal vor Ort in der Cafeteria.

Es werden keine vorgefertigten Therapiepläne verwendet, sondern die Rehabilitationsmaßnahme individuell nach dem ausführlichen ärztlichen Aufnahmegespräch gestaltet und bei Bedarf und auf Wunsch im Verlauf angepasst. Es findet ein stetiger Austausch  zwischen Patienten und Mitarbeitern der Reha statt; das Personal ist ansprechbar und aufgeschlossen.

Seit 2016 wird die onkologische Abteilung der Reha, die aus einem mehrköpfigen Team mit Ärzten, Pflegekräften, Sport- und Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Ernährungsberaterinnen besteht, von Frau Susanne Brandis, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie geleitet. Frau Brandis arbeitet seit 2005 in der ambulanten onkologischen Reha von Vivantes und war zuvor viele Jahre im Klinikum Neukölln beruflich tätig.

Die Ambulante Reha von Vivantes betreut Patientinnen und Patienten aus den Fachrichtungen Kardiologie, Neurologie, Orthopädie und Onkologie und hat insgesamt 220 Behandlungsplätze pro Tag, davon 40 für die Onkologie. Kostenträger für die onkologischen Rehabilitationsmaßnahmen sind in der Regel die gesetzlichen Rentenversicherungen unabhängig vom Erwerbsstatus, aber auch alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Trotz eines Anstiegs der Krebs-Neuerkrankungen nehmen die Heilungs- und Überlebenschancen, bedingt durch bessere Diagnostik und Therapie, kontinuierlich zu. Die Frage nach der Lebensqualität ist daher sehr bedeutsam, und eine REHA kann einen erheblichen Teil dazu beitragen.

ES GEHT NICHT UM DAS
„MAL RAUSKOMMEN“
SONDERN UM DAS
„WIEDER REIN INS LEBEN“!

Postanschrift:
Vivantes Rehabilitation GmbH
Rubensstraße 125
12157 Berlin

Kontakt:
Patientenverwaltung
Tel: (030) 130 20 28 66 /28 67
Sekretariat Onkologie:
Tel.: (030) 130 20 28 58
E-Mail: susanne.brandis@vivantes.de

Thomas Geisler

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