Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

09.07.2023 / Menschen in Schöneberg

Zum Tode von Ewald Mahr

Von Ottmar Fischer. Am 22. Mai ist ein aufrechter Streiter für ein demokratisches Gemeinwesen von uns gegangen.
Ewald Mahr. Foto: Thomas Thieme

Die Mitstreiter der Bürgerinitiativen Breslauer Platz und Bundesplatz hatten über viele Jahre das große Glück seiner tatkräftigen Unterstützung. Er versäumte keine Sitzung und scheute auch nicht die Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, wenn es um die Einzelheiten der Platzgestaltung ging. Er blieb nicht nur bei Enttäuschungen tapfer bei der Fahne, er forderte auch die Mitstreiter stets dazu auf nicht aufzugeben. Dabei stand ihm auch im Streit ein verbindlicher Ton zur Verfügung. Sein kostbarster Schatz aber war seine feste Überzeugung, dass ein funktionierendes Gemeinwesen auch der direkten Teilhabe der Bürgerschaft bedürfe. Daran hielt er auch dann fest, wenn die professionelle Gegenseite im Zuge der Auseinandersetzungen mal wieder kein Entgegenkommen zeigen wollte. Auch während seiner letzten Jahre im Seniorenheim Albestraße nahm er weiterhin regen Anteil am Geschehen sowohl in der Welt als auch im Stadtteil. So blieb er bis zum Schluss treuer Leser unserer Stadtteilzeitung und übernahm sogar ihre Verteilung unter interessierten Mitbewohnern. Wir alle können von seiner freundlichen Beharrlichkeit noch über seinen Tod hinaus lernen.