Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

9.09.2017

Wirtsleute gesucht

Bezirk verpachtet Pavillon (ehem. Parkoase) auf dem Perelsplatz

Foto: Thomas Protz

Als Friedenau noch eine selbständige Landgemeinde war, richtete sich das Interesse der Bürgerschaft ganz selbstverständlich auch auf das Wohnumfeld. Haus und Garten an den baumbestandenen Straßen sollten eine angemessene Ergänzung in den öffentlichen Gebäuden erhalten. Über die Funktionalität hinaus sollte die Gestaltgebung auch der Behaglichkeit des eigenen Wohngefühls Ausdruck verleihen. Und so bestellte die Bürgerschaft mit diesem Auftrag Hans Altmann zum Gemeindebaurat. Seine heute denkmalgeschützten Schulgebäude legen beredt Zeugnis davon ab, was ein solcher Schmuckwille vermag. Das von ihm wenige Jahre vor dem Verlust der Gemeinde-Selbständigkeit errichtete Rathaus am Breslauer Platz hat seinen Schmuck dagegen einbüßen müssen. Das kriegsbeschädigte Gebäude wurde zu Altmanns Kummer nicht in seinem alten Glanz, sondern als nüchterner Verwaltungsbau wieder hergestellt.

Doch hat sich noch ein anderes Kleinod von ihm bis in unsere Gegenwart erhalten. Am damals „Birkenwäldchen“ genannten Perelsplatz entstand im Jahre 1909 ein schmucker Fachwerkpavillon, der zur Zeit denkmalgerecht saniert wird. Nach seiner Fertigstellung soll er einer gastronomischen Nutzung zugeführt werden, die auch kulturelle Angebote erwünschtermaßen einschließen kann. Zu diesem Zweck hat das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren eingeleitet. Den Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Pavillon über einen erdgeschossigen Gast- und Schankraum verfügen wird (22,2 qm) für max. 15 Sitzplätze, mit angrenzendem Gäste-WC (2,1 qm) und Personal-WC (1,8 qm). Im Dachraum, wo die Gastherme aufgestellt wird, soll eine begrenzte Lagermöglichkeit bestehen. Und im Keller (20,2qm), zugänglich über eine Stegleiter hinter dem Tresen, besteht weitere Lagerkapazität.

Außerdem steht westlich des Pavillons ein Schuppen zur Verfügung (12 qm). Zur Bewirtschaftungsfläche gehören auch denkmalgeschützte Außenanlagen für max. 25 Sitzplätze. Und der Mieter muss die 56 qm öffentliche Grünfläche pflegen, die diese Außenfläche einfasst. Auch sonst gibt es Auflagen und Nutzungseinschränkungen, die in den Ausschreibungsunterlagen einzeln aufgeführt sind. Dort sind auch die voraussichtlichen Nutzungskosten aufgelistet. Der Mietpreis bleibt jedoch ausgespart und soll vom Bewerber vorgeschlagen werden. Auf der Internetseite des Bezirksamts sind die Unterlagen einsehbar unter der Rubrik „Aktuelles“ des Straßen- und Grünflächenamtes. Abgabefrist für Bewerbungen ist der 30. September. Eine Besichtigung des Objekts ist ab der 35. KW möglich, Anmeldungen unter
90277-4237 (Herr Dietz).

Ottmar Fischer

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