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26.11.2014

Winterfeldtstraße und -platz

Die Winterfeldtstraße im Norden Schönebergs war 1875 noch ein unbenannter langer Feldweg, der sowohl über das Land des damals noch selbständigen Ortes Schöneberg als auch über das Land der angrenzenden Stadt Berlin führte.

Foto: Thomas Protz

Richtung Osten gab es in Berlin bis zur Potsdamer Straße bereits einen Teil der Straße mit dem Namen Alvenslebenstraße. Der weiterführende Weg bis zur Gleditschstraße, der im Berliner Bebauungsplan als Straße 10 geplant war, wurde 1885 nach Karl von Winterfeldt benannt. Karl von Winterfeldt war ein erfolgreicher Soldat und enger Vertrauter von Friedrich dem Großen. Die Straßen und Plätze in dieser Gegend bekamen damals fast alle die Namen von erfolgreichen Feldherren oder wichtigen Schlachten.

Der westliche Teil des Feldwegs in Schöneberg war geplant als Straße 19 und erhielt dann 1889 den Namen Neue Winterfeldtstraße .

Genau an der Grenze zwischen Berlin und Schöneberg wurde dann 1890 der geplante Platz C angelegt, der 1893 dann ebenfalls nach K. v. Winterfeldt benannt wurde. Die Häuser auf der östlichen Seite des Platzes an der Gleditschstraße gehörten zu Berlin und der Platz selbst mit den Häusern an der Goltzstraße im Westen gehörte zu Schöneberg. Der Winterfeldtplatz war nie als Schmuckplatz gedacht, sondern hatte immer nur praktischen Nutzen und sollte als Marktplatz dienen. Weshalb 1900 an seiner Südseite die Ratswaage, die einzige in Schöneberg, aufgestellt wurde. Hier stand auch schon die St. Matthias Kirche, die in nur zwei Jahren Bauzeit errichtet worden war.

Die Winterfeldtstraße in Berlin war 1893 schon dicht bebaut, während an der Neuen Winterfeldtstraße in Schöneberg nur sehr vereinzelt Häuser standen. Die städtebauliche Entwicklung schritt dann allerdings schnell voran. Schon 10 Jahre später war auch in Schöneberg an dieser Stelle bereits dichtes Stadtgebiet.
Allerdings wurde erst 1962 eine Umbenennung vorgenommen, sodass heute die ganze Straße,  von der Potsdamer Straße bis zum Victoria-Luise-Platz, Winterfeldtstraße heißt.

Der große helle Platz, ist bis heute nüchtern und kahl geblieben, obwohl immer wieder versucht wurde, ihn zu verschönern. Ein Marktplatz eben, an dem jeden Mittwoch und Samstag die Marktstände aufgebaut werden. Dann allerdings gilt der Winterfeldtplatz als einer der schönsten Märkte Berlins. Und an jedem Adventssonntag gibt es seit 25 Jahren zusätzlich einen Weihnachtsmarkt, auf dem vorrangig Kunsthandwerk verkauft wird. Aber es wird auch ein vielseitiges Bühnenprogramm geboten, und für die Kleinen gibt es einen Streichelzoo und Ponyreiten. Eben alles, womit man in der Vorweihnachtszeit die Herzen der Schöneberger erfreuen möchte.

Christine Bitterwolf

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