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28.11.2012 / Gewerbe im Kiez

Verwunschene Weihnachtswochen in der „Roesnerei“

Rund um den Varziner Platz am S-Bahnhof Bundesplatz breitet sich eine Welt von Galerien, Kaffeestübchen, Kinderläden aus, in der es sich gut herumschlendern lässt. Spaziert man durch die Varziner Straße, stößt man auf etwas ganz Besonderes – eine Fantasiewelt.
Die Engel aus der Roesnerei wünschen ein frohes Weihnachtsfest. Foto: Hartmut Becker
Heike Roesner. Foto: Hartmut Becker
Schaufenster der Roesenrei. Foto: Thomas Protz

Im Schaufenster des Ladenateliers in Nr. 5 tummeln sich seltsame Gestalten, die den Schritt stocken lassen. Da stehen, liegen, schreiten, schweben bunte Figuren, mit farbigen Mustern aufs Schönste be- und verkleidet und ziehen den entzückten Blick an – die Objekte der studierten Malerin und Papierkünstlerin Heike Roesner.

Bisher kannten wir verwunschene Prinzen. Oder verwunschene Gärten. All das können wir hier getrost vergessen. Es warten Hirschengel und Engelhasen auf uns, ganz zu schweigen von Regatta-Hasen oder röhrenden Hirschen. Bizarre Gestalten stehen in beeindruckenden Posen herum und er-zählen Geschichten: „Herr L. geht aus dem Haus“, „Der Weg ist das Ziel“ oder „Hochmut kommt vor dem Fall“.

„Meine Skulpturen und Objekte bestehen aus jeder Menge Papier“, berichtet die Künstlerin. „Sie erwachsen aus einer Drahtkonstruktion, auf die mehrere Schichten Papier aufkaschiert werden. Die Oberfläche bildet eine collageartige Farbfläche aus diesen Papieren. Diese kleidet sie und verleiht ihnen Leben. So stehen sie einfach herum, oder sie tanzen, oder sie scheinen auf etwas zu warten. Eigentlich weiß man nie genau, was sie vorhaben.“

Hirsche und Hasen sind ganzjährig bevorzugte Objekte der künstlerischen Arbeit im Atelier Roesner. Darum mussten jetzt zur beginnenden Weihnachtszeit auch die Engel ein Geweih erdulden. Und die Hasen bekamen Engelsflügel. Die Papierkünstlerin bezeichnet ihre Wesen als „Ganzjahresheilige“. Neben diesem kreatürlichen Allerlei aus den unterschiedlichsten Gebrauchs- und Schmuckpapieren gibt es aber auch „richtige“ Engel - aus Papier, die gerade vom Himmel fallen oder durch die Lüfte schweben. Manche sind ganz klein, andere richtig groß. Und wer einfach nur ein Geschenk sucht, der könnte sich auch Bücherstützen mit den kleinen lesenden Figuren oder ebenfalls aus farbigen Papieren gestalteten Schmuck und Serviettenringe anschauen, oder gar die kleinen Weihnachtsbücher, die man an den Baum oder an die Geschenke hängen kann.

Richtig erklären kann man die Welt der Heike Roesner nicht. Man muss sie anschauen! Wirklich klar wird einem dieses Universum erst, wenn man ihr Atelier betritt. Die Papierkünstlerin liebt Weihnachten, und besonders liebt sie die damit verbundene Weihnachtszeit. Darum trägt die letzte diesjährige Ausstellung den Titel „Verwunschene Weihnachtswochen“. Lassen Sie sich verzaubern!

Eröffnet wird die Schau am 30. November zwischen 15.00 und 21.00 Uhr und endet am 22. Dezember 2012.
Das Atelier ist in diesem Zeitraum von Dienstag-Samstag geöffnet, immer von 14.00-19.00 Uhr.

Sigrid Wiegand
sprach mit Heike Roesner und ließ sich von ihren Figuren entzücken.

Kontakt:
Heike Roesner
Varziner Str. 5, 12159 Berlin
Tel.: (030) 505 785 82
Mobil: 0179 / 532 55 58
e-Mail: roesner(at)roesnerei.de
www.roesnerei.de

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