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26.05.2022 / Orte und Plätze

Unterstützt die Suppenküche!

Von Eva Schenk. Dirk Rüdiger Schumann, der Leiter der Suppenküche hat sich Zeit genommen, mir zu erklären, wie die Suppenküche funktioniert.
Rüdiger Schumann vor dem Eingang der Suppenküche. Foto: KG St. Marien

Seit 1993 gibt es die Suppenküche, die ganzjährig an 4 Tagen geöffnet ist und nur an Wochenenden und Feiertagen geschlossen hat. Sie wird getragen von mehreren Gemeinden des Dekanats Charlottenburg-Wilmersdorf und der Kältehilfe Charlottenburg- Wilmersdorf.

„Werft Eure Lebensmittel, die Ihr selbst nicht essen oder verkaufen könnt, nicht weg, sondern gebt sie an die, die in unserer wohlhabenden Gesellschaft nicht genug haben. Ihre Zahl wird größer durch den Krieg in der Ukraine, die Auswirkungen der Pandemie und die Inflation“, ruft uns das Team der Suppenküche zu.
Pro Tag werden von Ehrenamtlichen der katholischen Kirche Maria unter dem Kreuz 50 bis 70 Mahlzeiten ausgegeben. Gekocht werden die Speisen in der Kirchengemeinde Sankt Dominikus von professionellen Köchen. Die Zutaten der Speisen werden frisch gekauft, damit ein wohlschmeckendes Essen an Bedürftige verteilt werden kann.

16 Essenausgeber hat das Team, im Hintergrund arbeiten weitere gute Geister, die sortieren, beschädigte Packungen aussortieren, bei der Verteilung helfen oder im Gartenteam arbeiten und auch nachkochen, wenn es nicht reicht. „Wichtig ist, dass alle zusammen eine gute Atmosphäre schaffen, dass die Menschen, die Hilfe benötigen, sich nicht als Almosenempfänger fühlen, sondern als willkommene Gäste. Seit dem Frühmittelalter kümmert sich die christliche Kirche im Namen der Barmherzigkeit (Lukas Evangelium 10, 25 -37) ohne Ansehen der Person um die, die der Hilfe bedürfen. Die Suppenküche ist viel mehr als ein Ort, wo Obdachlose oder Wohnungslose, von Altersarmut betroffene Senioren, Empfänger von Grundsicherung oder Hartz IV, egal welcher Herkunft oder Religionszugehörigkeit ein warmes Essen, Süßigkeiten, Obst, Kaffee oder Tee bekommen. Die Suppenküche ist ein sozialer Raum der Begegnung, des Gesprächs, der praktischen Hilfe, des Trostes und der geistlichen Zuwendung, des Lachens und der Freundschaft unter Menschen. Es ist wichtig, Menschen aus ihrer Einsamkeit zu holen. Es gibt in unserem Kiez Armut, auch wenn sie nicht immer offen sichtbar ist“, meinte Dirk Schumann.
Wer einen neuen Rasierer braucht, einen Kochtopf, ein Bügeleisen oder einen Föhn, der kann in der Suppenküche nachfragen. Ich konnte einen Blick in die Vorratskammer der Kirche werfen und war beeindruckt, hier gibt es alles, was man für das Alltagsleben an Kleingeräten braucht. Im Regalen ist alles fein säuberlich aufbewahrt. Wer danach fragt, bekommt Putzmittel und Toilettenpapier, Besteck oder Töpfe. Wasserkocher und Rucksäcke werden immer gebraucht.
Es gibt viele Vorräte an nicht verderblichen Waren, deren Haltbarkeit notiert ist. Täglich werden von Supermärkten und Firmen sowohl frische Waren wie Brot, Gemüse, Obst, Ostereier oder Nikoläuse geliefert. Auch zu viel eingekaufte Waren (Joghurt, Käse, Wurst …) werden vor ihrem Verfallsdatum von Wagen der Suppenküche abgeholt und zur Suppenküche gebracht. Die Bedürftigen sind dankbar und die Mitarbeiter der Suppenküche freuen sich, wenn sie leckere, gesunde, frische Sachen anbieten können. Neben der Essensausgabe gibt es Duschen und einen Waschsalon.
Dirk Schumann meint, dass die Kiezbewohner großzügig seien, aber es reiche nicht, angesichts der wachsenden Zahl von Bedürftigen, die sich wohl noch erhöhen werde. Einzelne Politiker unterstützen die Kirche, weil sie wissen, dass die staatlichen Hilfen nicht ausreichend sind. Es gibt ein enges Netz zwischen den katholischen und den evangelischen Kirchengemeinden.
Als verantwortliche Menschen müssen wir politisch alles dafür tun, dass die Schere in unserem Land nicht noch weiter auseinandergeht. Die Suppenküche ist nicht politisch aktiv. Wir Bürger sollten es aber sein.
„Stellt die Dinge, die ihr nicht braucht, nicht einfach auf die Straße, sondern fragt, ob Ihr sie bei der Suppenküche abgeben könnt, wo sie denen, die ein zu geringes Einkommen haben, direkt zur Verfügung gestellt werden können. Neben Sachspenden sind Geldspenden sehr willkommen“, sagt Dirk Schumann.

Standort und Ansprechpartner:  Die Suppenküche St. Marien der Kirchengemeinde Maria unter dem Kreuz ist direkt an der Kirche St. Marien am Bergheimer Platz gelegen.
Bergheimer Straße 1, 14197 Berlin
Leiter: Dirk Rüdiger Schumann, Telefon (030) 82 79 19 16
www.maria-unter-dem-kreuz.de/suppenkueche
Spendenkonto der Suppenküche PAX Bank eG
IBAN: DE 79 3706 0193 6000 7380 24, BIC: GENODED1PAX

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