Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

5.11.2013

Sweet to "bee" in Lindenhof

24 Kinder der ersten bis vierten Klassen im Kinderzentrum des Nachbarschaftsheims Schöneberg an der Lindenhof-Grundschule waren schon seit Tagen auf den Besuch eines Imkers vorbereitet worden.

Lindenhof-Kinder mit Imker Seusing. Foto: urbanPR - Milzkott

Sebastian Seusing hatte einen Bienenkasten mitgebracht, den die Kinder entdeckend auseinander nehmen durften, bis sie die Waben in den Händen hielten, von denen noch etwas Honig tropfte. Geduldig erklärte Sebastian Seusing, wie die Bienen den Honig machen. Wie der Imker den Honig aus dem Kasten ins Glas bringt, zeigte er anschließend auf Fotos. Als am Ende einer guten Stunde die Honiggläser geöffnet wurden, gab es bei den Kindern kein Halten mehr. „Ich kenne das schon”, sagte Seusing, „auch Erwachsene verlieren bei Honig die Zurückhaltung.”

Zwei Stunden später wurde bei der GeWoSüd die Honig-Produktion dieses Sommers offiziell an Genossenschafts-Vorstand Norbert Reinelt überreicht. Was der Honig mit der Umwelt allgemein und dem Wohnort Lindenhof im Detail zu tun habe, sollte der nachfolgend vor über zwanzig Mitgliedern gezeigte Film „More than Honey” erläutern. Die preisgekrönte Dokumentation des Schweizers Markus Imhoof geht dem weltweiten Bienensterben nach. Sie zeigt auf, dass mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ohne das Bestäuben durch Bienen nicht gedeihen würde. Da im Lindenhof keine Pestizide eingesetzt werden, produzierten die Bienen fleißig den schließlich zu verkostenden Honig.

650.000 Bienen in dreizehn Völkern hatte Bioland-Imker Sebastian Seusing von Mitte Juni bis Sommerende auf dem Flachdach der Wäscherei im Lindenhof platziert. Die späte Blüte der großen Lindenbäume, die Akazien und Robinien an Park und Weiher boten den Bienen Nahrung im Überfluss. In der Imkerei in Niederschönhausen wurden die Waben geschleudert. Der aus der Zentrifuge fließende Honig wurde cremig gerührt und in 250-Gramm-Gläser abgefüllt. Nach der ersten Verkostung war eine Lindenhoferin aus der Arnulfstraße „ganz, ganz glücklich” über das „mikro-regionale Produkt, zu dem auch mein Gärtchen hoffentlich beigetragen hat.”
Wer das neuste Produkt der Wohnungsgenossenschaft GeWoSüd, den Lindenblütenhonig aus dem genossenschaftlichen Lindenhof, erwerben möchte, wende sich an die Geschäftsstelle der GeWoSüd in der Eythstraße 45, 12105 Berlin, Tel. 75 44 91 0.

Kontakt

Stadtteilzeitung SchönebergHolsteinische Straße 3012161 BerlinStandort / BVG Fahrinfo
Stadtteilzeitung SchönebergHolsteinische Straße 3012161 Berlin
86 87 02 76 -79Fax 86 87 02 76 -72E-Mail senden
LeitungThomas Thieme0173/4825100E-Mail senden