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17.10.2016

Stubenrauchstraße

Die Stubenrauchstraße in Friedenau geht von der Bundesallee in einer Biegung bis zur Handjerystraße. Sie ist die östliche Hälfte des von Wilhelm von Carstenn angelegten u-förmigen Halbrundes im Kern von Friedenau.

Dieser sogenannte innere Ring war ursprünglich als Promenadenweg geplant, mit vielen Bäumen und Platz für erholsame Spaziergänge. Entsprechend er-hielt die Straße 1876 auch den Namen Promenade. Sie wurde wegen ihrer Länge in sechs Abschnitte gegliedert.

1883 wurde die Straße jedoch geteilt. Die Abschnitte Promenade I-III erhielten den Namen Handjerystraße und die Abschnitte Promenade IV-VI wurden Ringstraße genannt mit Bezug auf den bogenförmigen Straßenverlauf.

Schon sechs Jahre später, am 5. September 1889, wurde die Ringstraße allerdings erneut umbenannt, diesmal in Stubenrauchstraße.

Ernst Leberecht Hugo Georg Colmar von Stubenrauch war erst 36 Jahre alt, als man ihn auf diese Weise ehrte. Er war Jurist und Landrat im Kreis Teltow. Er setzte sich auch dafür ein, dass die Bauordnung eine für die Anwohner angenehme Atmosphäre schaffte. Das führte unter anderem dazu, dass die Häuser in Friedenau nur 3 Stockwerke haben durften, während im angrenzenden Wilmersdorf bereits höher gebaut werden konnte.

Die Promenade IV endete eigentlich am Südwestkorso. Die weiterführende Straße bis nach Wilmersdorf rein hieß Nassauer Straße. 1889 wurde der südliche Teil allerdings in die Ringstraße einbezogen und ebenfalls in Stubenrauchstraße umbenannt.

Christine Bitterwolf

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