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04.03.2012 / Orte und Plätze

Straßennamen und ihre Bedeutung: Der Viktoria-Luise-Platz

In dem Bebauungsplan der Umgebung Berlins von James Hobrecht lag der ursprünglich als Platz Z bezeichnete Ort an der Ecke Martin-Luther-Straße und Motzstraße.
Der Viktoria-Luise-Platz. Foto: Thomas Protz

Allerdings hätten dann zwei Großgrundbesitzer, die auch im Gemeinderat saßen, einen Teil ihres Landes abgeben müssen. Doch, obwohl sich diese beiden Gemeinderatsmitglieder bei der Abstimmung zurückhielten, entschied der Gemeinderat, den Platz etwas weiter westlich anzulegen, auf dem Grund und Boden eines Bauern, der zufällig nicht zum Gemeinderat gehörte.
Der Viktoria-Luise-Platz, der heute von den Berlinern liebevoll und kurz als „Vicki“ bezeichnet wird, erhielt seinen Namen am 11. November 1899. Das war der Einschulungstag der kaiserlichen Prinzessin.

Später bezog Prinzessin Viktoria Luise von Preußen selbst eine eigens für sie ausgebaute Wohnung am Viktoria-Luise-Platz, im Haus Nr.9. Da die junge Frau natürlich ihren Hofstaat um sich brauchte, bekamen auch die kaiserlichen Angestellten Wohnungen in den Häusern rund um den Viktoria-Luise-Platz. So entwickelte sich hier bald ein herrschaftliches Treiben, zumindest im Winter, wenn der Luxus von Heizung, innenliegenden sanitären Anlagen und Fahrstuhl in den neuen Häusern dem Leben im Schloss vorzuziehen war. Die Schöneberger Bürger bemerkten bald frech: „Der Adel wohnt im Sommer in Charlottenburg, aber im Winter in Schöneberg“.

Christine Bitterwolf

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