Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

01.11.2011 / Gewerbe im Kiez

Schöneberger Art Walk

Was haben Schöneberg und San Francisco gemeinsam? Einen Art Walk! Was es in Amerika schon seit einigen Jahren gibt, haben wir jetzt auch.

Schon in den 20er Jahren war Schöneberg bekannt als Viertel für Künstler und Kunst. Seit einigen Jahren siedeln sich nun erneut immer mehr junge Galerien rund um den Nollendorf-platz an. Wer sich für Kunst interessiert, findet hier so ziemlich alles an zeitgenössischer und moderner Kunst, von Malerei über Photographie bis zu Installationen und Skulpturen. Aber wer weiß schon immer genau, wo er was findet oder welche Galerie gerade welche Ausstellung hat? Manchmal entdeckt man einen Ausstellungsraum nur per Zufall, im Vorübergehen, beim Spaziergang durch den Kiez. Diese Zufälle wollen sich Schöneberger Galeristen jetzt zu Nutze machen. Sie bieten Jedem an, am letzten Samstag im Monat durch die Nachbarschaft zu bummeln und dabei  ihre Galerien zu entdecken. An diesem Tag hat jede der teilnehmende Galerien geöffnet und eine Ausstellung vorbereitet. Und manch Einer nimmt sich vielleicht auch mal die Zeit, ganz systematisch auf den Spuren der Kunst einen schönen Tag zu erleben.
 
Diese kleinen Galerien haben ein ganz unterschiedliches Angebot. Jede hat ihren eigenen Schwerpunkt. Jede arbeitet mit bestimmten Künstlern zusammen. Die Schöneberger Galeristen haben bald erkannt, dass ihre Ausstellungsräume zwar dicht beieinander liegen, sich aber keineswegs gegenseitig Konkurrenz machen. Deshalb haben sie sich zusammen geschlossen und gemeinsam den „Schöneberger Art Walk“ entwickelt. Dieses Projekt gibt es jetzt seit Juni 2011. Die Teilnehmer treffen sich in regelmäßigen Abständen, manchmal kommen auch Neue dazu. Sie haben ein gemeinsames Konzept erarbeitetet, eine Website entwickelt, Plakate entworfen, Pressemitteilungen erstellt und Werbeflyer gedruckt, die sie in Geschäften und Hotels der Umgegend  ausgelegt haben. Und... es zeigen sich bereits die ersten Erfolge. Das Publikum macht sich gezielt auf den Weg. Die neugierigen Besucher sind so bunt wie das Angebot, kunstinteressierte Sammler, Familien, Touristen, Kunsthistoriker. In den Ausstellungsräumen erklärt der Galerist dann gerne, die Bedeutung der Exponate und wer der Künstler dahinter ist, und eine Tasse Kaffee dazu gibt es auch.

Inzwischen überlegen die Veranstalter sogar, geführte Rundgänge anzubieten. Die Umsetzung dieser Idee ist schon in Vorbereitung. Vielleicht klappt es noch in diesem Jahr. Interessenten, die solche Rundgänge führen wollen, gibt es schon.

Wer also Spaß an Kunst und ihrer aktuellen Entwicklung hat, muss sich nur auf den Weg machen und rund um den Nollendorfplatz die Galerien erkunden. Jeden letzten Samstag im Monat von 11–17 Uhr

Christine Bitterwolf

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