Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

5.11.2013

Schöneberg als Weltstadt des Eiskunstlaufs und der Allgemeinmedizin

Am 22.Oktober 1913 und nachfolgend vermeldet das „Schöneberger Tageblatt“ in seinen Inseraten das Auftreten der jüngsten Eisläuferin der Welt* im Eispalast an der Martin-Luther-Straße 22. Zum Alter dieser Eisläuferin und zur Person von „Miß Dia“ findet man dort allerdings keine weiteren Informationen.

Anzeige aus dem Schöneberger Tageblatt von 1913

Wohl aber werden wir Leser angesichts der kälteren Jahreszeit allgemeinmedizinisch weltumfassend belehrt:
„Mit den nun beginnenden kälteren Tagen wollen wir nicht verfehlen, unsere Leser auf ein äußerst einfaches Mittel, sich zu erwärmen, aufmerksam zu machen. Es besteht darin, dass man mit geschlossenem Munde einen langen, tiefen Atemzug tut und dies wiederholt, bis die Wärme zurück-kehrt, was durchaus nicht lange dauert. Dies tiefe Atmen befördert den Kreislauf des Blutes und führt ihm frischen Sauerstoff zu. Das Blut strömt frei bis in alle Ausläufe der Adern und erzeugt auf diese Weise eine größere Wärme. Auch allerlei beginnende Übel und Erkältungen werden durch regelmäßig wiederholtes tiefes Atmen verhindert.“

Atmen wir uns also frei und gesund, auch im November 2013.

Hartmut Ulrich

*Anmerkung: Vermutlich handelte es sich um die damals 15jährige Wienerin Helene Engelmann, die 1913 mit ihrem Partner Karl Mejstrik in Wien österreichische Meisterin im Paarlauf und ebenfalls 1913 in Stockholm Eiskunstweltmeisterin im Paarlauf wurde. Sie gilt bis heute als jüngste Eiskunstweltmeisterin der Geschichte im Paarlauf.
Hartmut Ulrich

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