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31.03.2012 / Orte und Plätze

Priesterweg

Es wird Ostern. Ein großes kirchliches Fest, und da gehen viele Leute in die Kirche, mehr als sonst.
Der Priesterweg. Foto: Thomas Protz

Früher gingen die Menschen regelmäßig in die Kirche. Und je mehr Ortschaften entstanden, desto mehr Kirchen wurden gebraucht. Doch nicht überall stand gleich ein Pfarrer bereit.  So ordnete der brandenburgische Kurfürst 1574 an, dass die Kirche in Lankwitz eine Tochterkirche von  Schöneberg sein sollte, und damit mussten die Schöneberger Pfarrer regelmäßig nach Lankwitz kommen. Der Weg, den sie nahmen, wurde 1763 als „Priesterweg von Lanke nach Schöneberg“ bezeichnet. So entstand der älteste Straßenname Schönebergs.

Der Kirche standen für den langen Weg kleine Esel zur Verfügung. Größere Tiere oder Maultiere gehörten nur an den Königshof. Aber eine Anekdote berichtet, dass ein Pfarrer, dessen Eselchen so klein war, dass er ständig mit den Füßen auf den Sandboden stieß, König Friedrich begegnete, der ihn fragte, warum er nicht auf einem größeren Tier reite. Der Schöneberger Pfarrer antwortete darauf : „Grosse Esel gibt es nur bei Hofe.“ Der König lachte und die Pfarrei bekam das Geld für einen größeren Esel.

Christine Bitterwolf

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