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13.11.2022 / Gewerbe im Kiez

Pisco, Ceviche und Epanodos

Von Eva Schenk. 5 Jahre führen Anna Magalef Perea und Alan Abanto das kleine Restaurant „Como en Casa“ am schön angelegten Schillerplatz in Friedenau. Vor dem Restaurant sitzend komme ich mir vor wie in den Ferien auf einem lieblichen Platz unter südlicher Sonne und kann dabei einen Pisco, einen Wein oder Cappuccino trinken.
Aus der Küche des Como en Casa

Pisco ist das alkoholische Nationalgetränk Perus, der Heimat des Kochs, der seine Gäste mit klassischen peruanischen Gerichten verwöhnt und jeden freundlich empfängt. Chile und Peru streiten sich, wer Pisco erfunden hat. Pisco ist ein aus fermentierten Trauben destillierter Weinbrand. Jede Region in Peru hat ihre eigene Traubensorte und jede Pisco-Destillerie ihre eigene Zusammensetzung der verschiedenen Traubensorten. Die Spanier brachten die Trauben nach Peru und die klimatischen Bedingungen in Peru für den Anbau von Trauben sind hervorragend.

Für den Pisco in Peru werden ausschließlich 8 Pisco-Traubenarten verwendet. Nach peruanischer Auffassung ist der Ursprung des Getränks in der Provinz Pisco, der Region Ica. Außer Traubenmost dürfen dem Pisco keine weiteren Zutaten zugesetzt werden, z. B. Wasser, Zucker oder Hefen. Die Herstellung des Getränks geht auf eine Tradition Ende des 16. Jahrhunderts zurück, als die ersten Brennereien das Herstellungsverfahren für diesen Schnaps erfanden. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 40 und 50 %. Bei „Como en Casa“ wird der hochprozentige Weinbrand rein oder mit Eiweiß und einem Tropfen Agostura als Pisco Sour auf Trinkstärke gebracht und als Cocktail getrunken. Erfunden wurde der Pisco-Sour in einer Bar in Lima durch den Amerikaner Victor V. Morris. Er kam aus einer Mormonenfamilie aus Salt Lake City und heiratet eine Peruanerin. Zunächst arbeitete er als Händler und dann als Kassierer bei der Eisenbahn, ehe er seine Bar im Zentrum Limas eröffnete. Die meisten Gäste in der Bar waren Amerikaner, die mit dem Goldrausch nach Lima kamen. Die einheimischen Peruaner waren es nicht gewohnt, Cocktails zu trinken. Der Barbesitzer machte für seine Getränke in Zeitungen und Zeitschriften Werbung, und so wurde die Bar von Victor V. Morris zu einer feinen Adresse.
Heute sind die Peruaner stolz auf ihren Schnaps Pisco, den sie als den „Geist von Peru“ bezeichnen. Neben Weinen aus Spanien, hausgemachter Limonade, gutem Kaffee serviert der gelernte Koch Alan Abanto im „Como en Casa“ Gerichte, die mit peruanischen Zutaten frisch hergestellt werden. Eine leckere Vorspeise ist die Ceviche, die aus in Limettensaft und Koriander mariniertem Fisch besteht und mit Süßkartoffeln, roten Zwiebeln und geröstetem Mais serviert wird.

Die peruanische Küche basiert auf der traditionellen Küche der Inkas und wird von den unterschiedlichen Einwanderern in Peru aus Afrika, China, Japan oder Amerika geprägt. Jede Region hat ihre eigenen Gewürze, ihre eigenen Gemüse und ihre eigene Fleischzubereitung. Gelbe, getrocknete Kartoffeln gehören ins Zentrum der ländlichen Küche. Sie fassen sich wie Steine an, werden eingeweicht und dann gekocht. Es gibt in Peru unendlich viele Kartoffelsorten.

Alan Abanto ist ein Perfektionist, sagt seine Frau. 1 Jahr hat er mit seinen Epanodos experimentiert, nun sind die gefüllten Teigtaschen mit Gemüse, Hühnchen oder Fleisch gefüllt kalt oder warm aus der Hand zu genießen. Seine Salate sind leicht und frisch, seine Fleischgerichte werden mit einer leckeren roten Sauce mit Zimt und Erdnüssen serviert. Seine Paella schmeckt nach Urlaub in Spanien, muss aber vorbestellt werden, damit sie ganz frisch serviert werden kann.

Spanier und Lateinamerikaner sind häufig zu Gast, und es geht oft lebhaft zu in dem kleinen Bistro und auf seiner großzügigen Terrasse am Schillerplatz. Auf Wunsch der Friedenauer gibt es auch köstlichen Käsekuchen mit Orangen oder Beeren zum Kaffee oder verschiedene Limonaden. Von Dienstag bis Sonntag ist das Restaurant geöffnet. Am Schillerplatz in Friedenau können Sie es nicht verfehlen. Wenn Sie diesen Artikel vorzeigen, bekommt jeder Gast bis 31. Dezember 2022 15% auf das erste Glas Pisco Sour.

Como en Casa, Stubenrauchstraße 59, 12161 Berlin, Tel. 030 / 67 80 05 99
U9 Friedrich-Wilhelm-Platz

https://www.comoencasa-berlin.de/