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25.02.2014

Picassos Frauen geben eine Pressekonferenz

Es geht um Picasso, den begnadeten Künstler. Und es geht um Pablo, den schillernden Menschen. Vor allem aber geht es um seine Frauen - die unerschöpflichen Quellen seiner Inspiration. Barbara Geiger und Dafne-Maria Fiedler verkörpern acht der Frauen, die Musen, Geliebte oder Ehefrauen Picassos waren.

Foto: Ruthe Zuntz

Als Vorlage für «Picassos Frauen» dient das gleichnamige Theaterstück des irischen Autors Brian McAvera. Regisseurin Barbara Geiger präsentiert das vielschichtige Material in Form einer Pressekonferenz. Vor den Augen des Publikums verwandeln sich die Schauspielerinnen während der Pressekonferenz in die verschiedenen Musen und beschreiben ihre Erlebnisse, Gefühle und Erfahrungen an der Seite des Meisters. Die Frauen lassen die Zeit, die Kunst und das Leben Picassos vor den Augen des Publikums noch einmal lebendig werden.

La belle Fernande heißt es, hatte eine schöne Stimme. Sie war die erste Gefährtin Picassos. Gemeinsam verbrachten sie die frühen Jahre in Paris. Die «petite Bourgeoise» Eva Gouel oder Marcelle Humbert, wie sie sich auch nannte, brachte Ordnung in Picassos Leben. Erst der Kunsthistoriker Douglas Cooper enthüllte, in den späten 80er Jahren, dass Gaby Lespinasse eine von Picassos Frauen war. Sie war es, der Picasso einen Heiratsantrag machte. Olga stammte aus niederem, russischem Adel. Sie war Ballerina in Diaghilevs berühmter Balletttruppe. Picasso lernte sie in Rom kennen.
Picasso und Marie-Thérèse begegnen sich 1927 am Boulevard Haussmann, einer beliebten Pariser Einkaufsstraße. Marie-Thérèse war ihr Leben lang unbeeindruckt von dem Wirbel, der um Picasso gemacht wurde. Sie berührt durch ihre unerschütterliche Treue zu Picasso. Dora Maar dokumentiert und begleitet den Entstehungsprozess des Meisterwerks Guernica und verschaffte der Nachwelt so unschätzbare Einblicke. Dora Maar, Maîtresse en titre, ist auch die verwundbare Schöne. Die blutjunge Malerin Françoise Gilot trifft Picasso 1944 kurz vor Ende des Krieges in einem Pariser Café. Es folgt eine stürmische Beziehung, die neun Jahre währt. Sie schenkt ihm zwei Kinder, Claude und Paloma.
Sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Françoise Gilot hat Picasso verlassen, und Jacqueline Roque wird zu seiner ständigen Begleiterin. Sie wird Picassos zweite Ehefrau. Ihr Wesen bleibt unergründlich, Jacqueline Roque wird zur rätselhaften Hüterin seiner Werke.

Als aktive Teilnehmer der fiktiven Pressekonferenz können die Zuschauer nach der Vorstellung den «Zeitzeuginnen» Fragen stellen. Charmant, freimütig und spannend geben die Frauen Auskunft über das faszinierende und aufreibende Dasein neben dem «Wegbereiter der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts».
Die Regisseurin Barbara Geiger machte in den letzten Jahren durch ungewöhnliche Ideen und Konzeptionen von sich reden. Neben Picassos Frauen arbeitet sie derzeit an der Umsetzung Ihrer innovativen Projektreihe Fräulein Brehms Tierleben, in dem sie das Leben und Werden verschiedener Tierarten erforscht und auf die Bühne der Naturwissenschaft bringt. Wolf, Luchs und Bär beginnen den tierischen Reigen, gefolgt von Regenwurm, Wildbiene und Ameise. Der Natur-Park Schöneberger Südgelände ist seit einem Jahr Heimat für das künstlerische Treiben der Regisseurin und Schauspielerin Barbara Geiger, die dort als Erfinderin der Figur Fräulein Brehm für natürlichen Aufruhr sorgt. Jetzt zeigt sie dort ihre legendäre Produktion Picassos Frauen. Die ersten vier von acht Musen präsentiert sie auf der

Pressekonferenz Picassos Frauen
am 8.3.2014, 19 Uhr
Natur-Park Schöneberger Südgelände, Prellerweg 47-49, 12157 Berlin, am S-Bhf. Priesterweg, südlicher Ausgang.
Kartentelefon: (030) 120 91 785
Den Folgetermin mit vier weiteren Musen gibt es am 8.4.2014 (Pablos Todestag), ebenfalls um 19 Uhr.

Es gelten, wie stets bei Geigers Theater im Park, die relativen Eintrittspreise. Und das funktioniert so: Jede_r soll prozentual gleich viel für eine Karte zahlen. Der Grundpreis beträgt 11,90 Euro. Das sind für Durchschnittsverdienende 0,73 Prozent ihres Nettoeinkommens. Für andere Einkommen berechnet sich der Eintrittspreis nach folgender Formel: Nettoeinkommen x 0.73 Prozent = Eintrittskarte. Der Mindestpreis liegt bei 4,90 Euro, wer ‘ne Millionen verdient, zahlt demnach 7.300,00 Euro Eintritt.

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