Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

2.04.2017

Osbili – ein farbenfrohes Galeriecafé

„Osbili“ ist der Spitzname des Künstlers Ali Görmez, der in der Gustav-Freytag-Straße 5, gegenüber dem S-Bahnhof Schöneberg, ein neues Kunstcafé eröffnet hat.

Ali Görmez in seinem Kunst-Café. Foto: Hartmut Becker

Das familiengeführte Café, in dem es sehr guten Tee, Kaffee und Kuchen gibt, ist inzwischen zu einem beliebten Treff in Schöneberg geworden. Der tolle Kuchen stammt von der vom Friedenauer Wochenmarkt her bekannten „Barbara“. Auch kleine Gerichte sind erhältlich und sehr schmackhaft.

Herr Görmez stammt urspünglich aus Bielefeld, lebt aber schon „ewig“ in Berlin. Bemerkenswert ist auch sein Lebenslauf – aus einem Investmentmanager wurde ein Künstler und Gastronom. Nach der Finanzkrise 2008 und ein paar gesundheitlichen Problemen beschloß Ali Görmez, sein Hobby zum Beruf zu machen. Gemalt hat er schon immer, auch während seiner Zeit als Investmentmanager, und auch davor schon als Jugendlicher.

Kindern und Jugendlichen das Malen beizubringen, und sie zu eigenem kreativen Denken aufzufordern, ist somit eine seiner persönlichen Visionen. In dem Galeriecafé finden zweimal wöchentlich Workshops mit Jugendlichen aus der Jean-Miro-Schule (Charlottenburg) und der Sternbergschule statt. In Zusammenarbeit mit den Lehrkräften wird in der farbenfrohen Umgebung Deutsch, Geschichte und Kunst gelehrt. Die Kinder sind in der Regel zwischen 9 und 10 Jahren alt und bekommen die Möglichkeit, eine fiktive Geschichte über die Bilder zu schreiben. Sie sollen ihren eigenen Stil finden, indem sie erst nachmalen und dann selbst aktiv werden. Mit dem kleinen Lennox (10 Jahre) plant Ali noch in diesem Jahr  eine gemeinsame Ausstellung. Am Valentinstag wurden zum Beispiel Galeriesockel von allen Seiten bemalt, unter anderem mit der Thematik: Wie ist die Welt? - Wie soll sie sein? Die Jugendlichen freuen sich und sind hypnotisiert von der Farbgewalt der Bilder. Eine materielle Unterstützung für Malutensilien erhält Ali Görmez zum Teil von den Schulen und der „Living-Bauhaus-Kunststiftung“.

Alle zwei Wochen mittwochs finden in dem Atelier in der Gustav-Freytag-Straße geführte Meditationskurse für 20 Euro (2 Stunden) statt. Aber auch bis zu 20 Studenten der FU / TU zieht es zweimal wöchentlich mit ihren Dozenten in das freundliche Café mit den nicht umsonst an den US-amerikanischen Popart-Künstler Rizzi erinnernden Bildern.

Zu bewundern ist das von Ali Görmez  42 qm große Gemälde im Foyer des Spreeturms in Friedrichshain–Kreuzberg, in dem der Künstler bisher auch sein 450 qm großes Atelier hatte. Geplant waren für diese Arbeit drei Monate, aber nach einem Anfall von Arbeitswut und Inspiration war das imposante Werk bereits nach dreieinhalb Wochen fertig. Hat er erstmal angefangen, dann gibt es kein Stopp mehr. Verwendet wurde Acrylfarbe auf Silikonbasis.
Auch Barbara Schöneberger kennt den Künstler bereits und trägt einen von ihm kreierten Seiden-schal mit Berlin-Slogans im typischen „Ali-Görmez-Design“. Kennengelernt haben sich die beiden über einen guten Freund – Günther Anton Krabbenhöft. Krabbenhöft ist allseits bekannt als Deutschlands ältester „Hippster Opa“. Da Krabbenhöft auch 50 Jahre lang Koch war, planen er und der malende Künstler demnächst ein wohltätiges Kochevent in dem Atelier in der Gustav-Freytag-Straße, zu dem auch prominente Gäste eingeladen werden sollen. Nebenbei sollen dann auch Bilder live versteigert werden. Reproduktionen, die ebenfalls in der Gustav-Freytag-Straße zu finden sind, gibt es ab 125 Euro – großflächige Exponate kosten bis zu 8.000 Euro. Es gibt schon Bestandskunden, die die vielversprechende Kunst sammeln.
 
Eine Möglichkeit, günstiger an seine Bilder zu kommen, ist das von Ali Görmez initiierte Kunst-Leasing. Viele der fröhlichen Bilder hängen auf diese Weise inzwischen bei Rechtsanwälten und Ärzten und verschaffen dem Publikum gute Laune. Ali Görmez möchte mit seinen bunten Bildern ein „Friedensbotschafter“ sein – immer wiederkehrende Sujets sind: fliegende Herzen, und die Worte „Peace“,“ „Art“ und „Love“! In der von ihm geschaffenen, positiv denkenden Figur „Finn“ ist unschwer der Künstler selbst zu erkennen! Seine Visionen für die Zukunft sind, international bekannt zu werden und eine Ausstellung in Pompej zu organisieren.

Ein Besuch von Osbili ist auch nicht zuletzt wegen des netten, persönlichen Empfangs durch Ali Görmez unbedingt lohnenswert!
CAFÉ MIT HERZ!

Osbili
Gustav–Freytag-Str. 5, 10827 Berlin
ph: 030.22468595
Mo-So: 09:30-18:30 Uhr
www.ali-goermez.com

Thomas Geisler

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