Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

25.10.2018

OPUS – musikalische Bildung

Es gibt sie seit fast einem Jahr, die Musikschule OPUS – musikalische Bildung, in der Grunewaldstraße 91, nahe dem U-Bahnhof Kleistpark.

Foto: Christine Bitterwolf

Die ersten Räume lagen noch versteckt im Gartenhaus, aber bald ergab sich die Gelegenheit, im selben Haus vorne ein Ladengeschäft zu beziehen. Hell und freundlich wurden die Räume renoviert, eine zusätzliche Wand wurde eingezogen, eine Teeküche eingebaut, überall ist das Maskottchen Toco, der kleine bunte kubanische Nationalvogel Tocororo zu sehen. Der Pianist Leonardo Chi Zequeira und die Sängerin Katharina Löwe haben sich ihre Musikschule nach ihren eigenen Vorstellungen eingerichtet.
Sie haben sich ganz bewusst Räume im Bezirk Schöneberg gesucht, weil dies ein kinderreicher Bezirk ist, und weil hier schon immer Liebhaber von Kunst und Musik wohnten.

Katharina Löwe hat an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin klassischen Gesang studiert. Sie singt große Opern und eigene Konzerte. Sie unterrichtet Gesang und gibt auch Sprach- und Auftrittstraining. Sie hat früher bereits an einer anderen Musikschule unterrichtet, und dort hatte sie Leonardo Chi Zequeira kennen gelernt.

Leonardo Chi Zequeira hat in seiner Heimat in Kuba Musik studiert. Warum kommt ein kubanischer Pianist nach Berlin? Der Liebe wegen, aber auch wegen der Liebe zur klassischen deutschen Musik, denn schon während des Studiums waren Bach und Beethoven seine bevorzugten Komponisten. Er gibt Klavierunterricht und lehrt auch Musiktheorie und Orchestrierung.

Außerdem haben sie noch weitere Kollegen im Team, die Violine und Gitarre unterrichten. Sie sehen sich zusammen als eine Gemeinschaft aus Musikern, die Instrumental- und Vokalunterricht anbieten. Die Musiklehrer, die in OPUS – musikalische Bildung unterrichten, sind alle noch als Musiker und Künstler tätig und stehen selbst auf der Bühne und geben Konzerte.

Frau Löwe und Herr Zequeira legen Wert darauf, dass der Unterricht ganz individuell und nach den Wünschen der Schüler gestaltet wird.
Katharina Löwe lehrt nicht nur klassischen Gesang, sondern auch Musical und Chansons. Wer möchte, kann auch gerne sein Lieblingslied aus der leichten Unterhaltungsmusik mit ihr einüben.
Und auch Herr Zequeira arrangiert Stücke, die seine Schüler gerne auf dem Klavier spielen möchten, so, dass sie ihrem Schwierigkeitsgrad entsprechen, damit das Üben mehr Spaß macht und schneller zu einem Erfolg führt, zum Beispiel die Melodie von „Star Wars“. Daneben werden die klassischen Fingerübungen natürlich nicht vernachlässigt.
Er hat ein eigenes Unterrichtskonzept entwickelt, das demnächst sogar als Lehrbuch erscheinen wird.

Natürlich gibt es auch immer wieder Schülerkonzerte, zu denen außer den Angehörigen der Schüler auch alle anderen an der Musikschule Interessierten kommen können. Das nächste Konzert findet am 7. Dezember um 18.30 Uhr statt. Diesmal sind schon so viele Schüler dabei, dass das Konzert im  Bechstein-Centrum in der Kantstraße stattfinden wird.

Das Angebot von OPUS – musikalische Bildung soll im nächsten Jahr durch weitere Musiklehrer und deren Instrumente, wie zum Beispiel die Flöte, ergänzt werden.
Und Katharina Löwe will für Kindergarten-Kinder eine musikalische Früherziehung anbieten. Dabei wird sie zum Beispiel die Kinder motivieren, selbst Geräusche zu machen, und Klanggeschichten erzählen, um die verschiedenen Klänge kennen zu lernen, aber sie wird sie auch schon an kindgerechte Instrumente heranführen.

Grundsätzlich richtet sich das Unterrichtsangebot von OPUS jedoch an alle Altersgruppen, an Schüler und Stundenten ebenso wie an Senioren, die sich vielleicht nach Ende der Berufstätigkeit einen lang gehegten Wunsch nach Musikunterricht erfüllen wollen und damit ein neues Hobby finden.
Für Diejenigen, die nicht immer die Zeit für regelmäßigen Unterricht haben, werden Zehnerkarten angeboten, die es ermöglichen, die Stunden über einen bestimmten Zeitraum individuell zu terminieren.

Christine Bitterwolf