Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

8.07.2018

Neu in Schöneberg: VISIONEERS e.V.

In der Belziger Straße, schräg gegenüber vom Rathaus Schöneberg, findet man ihn: Den Verein, der sich für benachteiligte Jugendliche in Berlin einsetzt.

Foto: Elfie Hartmann

Der Verein steht für Nächstenliebe, soziale Verantwortung, für christliche Werte sowie schlicht Barmherzigkeit. Die Schwerpunkte liegen in der Prävention von Kriminalität und in Integrationsarbeiten allgemein.

Jeder junge Mensch ist dort willkommen, bekommt Erstberatung, Vermittlung in Ausbildungsstätten und im weitesten Sinn auf diesem Wege eine Integration ins deutsche Arbeitssystem. VISIONEERS e.V. bietet jungen Menschen täglich einen sicheren Rückzugsort und gemeinsame Freizeitbeschäftigungen so wie Ausflüge, Förderung individueller Fähigkeiten, Hilfe bei Schularbeiten oder auch Fußballtraining. Sogar Nähkurse wurden von Jungen mit Begeisterung angenommen, so berichtete mir die junge dort tätige Linda während des Interviews.

Ehrenamtlich arbeiten alle hier bis auf die beiden Projektleiterinnen Natascha Tepaß (ntepass@visioneers.io) und Rochina Williams (admin@visioneers.io).
Zusätzlich werden den Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelmäßig Computer-Workshops angeboten. Sie sollen lt. ausliegendem Infomaterial für digitale Medien wie Facebook z. B., aber insbesondere für die Nachrichtenportale sensibilisiert werden. Die Teilnehmer sollen populistische und radikale Inhalte erkennen lernen. Die VISIONEERS sind laut Aussage von Rochina Williams auch regelmäßig in den Willkommensklassen tätig, z. Zt. zum Beispiel in der Sophie-Scholl-Schule in der Schönberger Elßholzstraße.

Es gibt außerdem ein Mentorenprogramm für benachteiligte Personen, die ihr Leben ändern wollen. Zum Beispiel, wenn sie die Schule beenden oder eine Ausbildung aufnehmen möchten. Sie werden bei der Suche begleitet und gelangen somit in ein Netzwerk mit sozialen Unterstützungsangeboten. Schüler aller Klassenstufen erhalten individuelle Hilfe bei ihren Hausaufgaben. Jeder bringt seine eigenen Fähigkeiten nutzbringend für den Anderen ein. Dadurch finden geflüchtete Jugendliche gleichzeitig Anschluss zu gleichaltrigen Deutschen.

Ich habe beim Gespräch mit Lorena aus Kolumbien erfahren können, dass auch sie selbst dort die deutsche Sprache erlernte und konnte nur staunen, wie gut sie in nur fünf Monaten hier vor Ort inzwischen deutsch spricht. Die ganze lockere, so ungemein freundliche, warme Atmosphäre in diesen Räumen, in denen Jugendliche übrigens auch mit Essen versorgt werden, berührt einfach.

Der VISIONEERS e.V. wurde im April 2015 gegründet und ist ein unabhängiger Verein. Träger dieser Einrichtung ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands. Man freut sich aber jederzeit über Sach- und Geldspenden. Aus Sicherheitsgründen ist der Einlass kontrolliert. Dafür ist eine Klingel draußen an der Ladentür installiert worden. Durch die großen Fenster sind die jungen Menschen bei ihren Tätigkeiten zu sehen.

An der Fensterscheibe liest man  das sehr weise Zitat:

„THE BEST WAY TO GET THINGS DONE IS BY SIMPLY TO BEGIN.“
(Der beste Weg, Dinge zu tun, ist einfach anzufangen)

Elfie Hartmann

VISIONEERS e.V.
Belziger Straße 71, 10823 Berlin
Tel.  +49-30-27498351
www.visioneers.berlin
Facebook.com/visioneers.berlin
Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 9.00 – 18.00 Uhr

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