Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

12.09.2021

Nachbarschaftsfest 2021

Christine Bitterwolf. Am 7. August 2021 fand das diesjährige Nachbarschaftsfest am Rathaus Schöneberg statt. Obwohl am selben Tag auch der Regierende Bürgermeister Herr Müller zum großen Essen am Flughafen Tegel eingeladen hatte, kamen die Schöneberger auf ihr Fest.

Sonarichor auf der Bühne des Nachbarschaftsfestes. Foto: Christine Bitterwolf

Die geltenden Corona-Regeln wurden streng eingehalten. Am Eingang stand ein Sicherheitsdienst, der dafür sorgte, dass sich jeder in die Besucherliste eintrug und die Bescheinigung über eines der drei Gs (geimpft, genesen, getestet) überprüfte. Fast alle Gäste hielten sich an die Maskenpflicht. Vor der großen Bühne saß das Publikum mit vorgeschriebenem Abstand.

Das musikalische Programm wurde von der Band Kajubayda aus der Kifrie Musiketage eröffnet. Das ist eine Musikgruppe von Jugendlichen mit Behinderungen ab 13 Jahren, die ihre Sängerin mit Keyboard, Schlagzeug, Gitarre und Trommel begleiten.
Anschließend trat der Sonari-Männerchor aus Tempelhof Schöneberg auf, der mit kräftigen vollen Stimmen bekannte und schwungvolle Melodien, zum Teil mit eigenen Texten, vortrug. Schon dafür hatte es sich gelohnt zu kommen. Die großartigen Sänger waren über den ganzen Platz zu hören.

Vor dem Rathaus hatten viele Vereine und Organisationen aus dem sozialen Bereich ihre Stände aufgebaut. So informierten unter anderem die Guttempler, das Deutsche Rote Kreuz, der Evangelische Kirchenkreis und die DLRG über ihre Arbeit. Die Berliner Tafel sammelte Spenden und der AWO-Bastelverein bot seine Handarbeiten und Basteleien an, um mit dem Erlös soziale Projekte zu unterstützen.

Viele Organisationen unterstützen gezielt Kinder und Jugendliche und stellten auf diesem Fest ihre Arbeit vor. Der SIS, Seniorpartner in School, schickt Mediatoren in die Schulen, um Streitfälle zwischen den Kindern zu schlichten. Das REC-Filmfestival warb für seine Veranstaltung vom 22.-25. September in der Ufa-Fabrik, wo Workshops für Kinder angeboten werden, und Filme für Kinder, und auch Filme von Kindern (6-12 Jahre) gezeigt werden.
Auch der Landesverband der Kita- und Schulfördervereine stellte seine Arbeit vor. Inzwischen gibt es bereits an fast allen Schulen und vielen Kitas Fördervereine. So ein Verein unterstützt die Arbeit der Schulen nicht nur finanziell, sondern auch durch praktische ehrenamtliche Mitarbeit der Mitglieder bei verschiedenen Projekten. Der Landesverband hilft nicht nur dabei, einen solchen Verein zu gründen, sondern ist ebenso später bei der Initiierung einzelner Projekte behilflich. Ja, er kann sogar eine Popcorn-Maschine für die Schulfeste zur Verfügung stellen.

Natürlich durfte eine Art Food-Mall auf so einem Fest nicht fehlen. Es gab Buletten und Bratwurst, aber auch eine exklusive Shrimps-Pfanne und selbstgebackenen Kuchen.

Neben dem Rathaus war der Teil, der speziell für die Kinder angelegt wurde. Mit kleinen aufblasbaren Rutschen, einem kleinen antiken Kinderkarussell und einem Stand, an dem die Kinder T-Shirts bemalen konnten. Die Bibliotheken stellten ihre Jugendabteilungen vor, und das Schöneberger Jugendmuseum präsentierte sich mit einem Bauwagen und dem Aufruf „Du bist nie zu jung, um etwas zu bewegen.“

Das Bezirksamt hatte in einem weißen Zelt ein mobiles Wahllokal errichtet, in dem man zwar nicht richtig wählen konnte, in dem die Mitarbeiter jedoch den Kindern und Jugendlichen das demokratische Wahlverfahren erläuterten und den Sinn von freien Wahlen erklärten. Leider konnten die zukünftigen Wahlhelfer für die echte Wahl Ende September, die vor einem halben Jahr so intensiv angeworben wurde, auch hier nicht erfahren, wo und in welcher Funktion sie wohl am Wahltag eingesetzt werden. Da sind andere Bezirke leider schneller als Schöneberg. Pankow z. B. hatte die Einsatzpläne für die Wahlhelfer schon Anfang Juni fertig.

Angenehm war es, dass dieses Bezirksfest nicht vom Wahlkampf überschattet wurde. Es gab natürlich einige Stände der großen Parteien, die dort ihre Programme vorstellten, aber sie dominierten keineswegs zwischen all den anderen Informations- und Unterhaltungsangeboten.

So konnten die Schöneberger an diesem ersten Samstag im August bei herrlichem Wetter einen angenehmen Tag mit Straßenfest-Stimmung und Musik vor ihrem Rathaus verbringen.

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