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Mit neuen Team ins neue Haus

Nach 58 Premieren, über 5000 Vorstellungen und 34 Jahren in der Theaterleitung übergibt Wolfgang Stüßel, einer der Gründer vom Theater Strahl Berlin, an ein junges Team.
Wolfgang Stüßel (r) mit dem neuen Team. Foto: Jörg Metzner

Die dreiköpfige Spitze startet ab August 2021, bringt eine hohe Affinität zum Theater Strahl mit und teilt den Wunsch, die Zukunft des Hauses gemeinsam und gleichberechtigt zu gestalten. Die Regisseurin Anna Vera Kelle und der Schauspieler Matthias Kelle kennen als Kinder von Wolfgang Stüßel den Theaterbetrieb schon von klein auf, die Theaterpädagogin Karen Giese ist seit 2015 stellvertretende Theaterleiterin.

Das Trio übernimmt die künstlerische und geschäftsführende Leitung in gemeinsamer Verantwortung. „Das Theater Strahl hat sich 1987 als freie Gruppe gegründet und in gemeinschaftlichen Prozessen Stücke entwickelt. Die Verantwortung trugen alle gemeinsam”, so Wolfgang Stüßel. In den folgenden Jahrzehnten ist das Theater Strahl stetig gewachsen und die Strukturen haben sich dem angepasst. Das neue Team wird an die Tradition gemeinsamer Verantwortung anknüpfen und das Theater gleichberechtigt in einer paritätischen Aufteilung leiten.

Zeitgleich mit dem Leitungswechsel bezieht das Theater Strahl zum ersten Mal eine große eigene Spielstätte. Im September 2021 soll nach umfassenden Umbauarbeiten am Ostkreuz ein neues Theaterhaus für junge Menschen eröffnen. Über 20 Jahre hat sich Wolfgang Stüßel dafür eingesetzt. Mit Mitteln der Lotto Stiftung und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) entsteht in einer denkmalgeschützten ehemaligen Doppelstockturnhalle auf dem Gelände der Jugendherberge am Ostkreuz ein neuer Standort mit zwei Theatersälen. Die zwei Standorte in Schöneberg, die das Theater Strahl seit den 1990er-Jahren nutzt, werden weiter bespielt.

Inhaltlich prägend für das Theater Strahl bleibt die Auseinandersetzung mit jugendspezifischen, sozialen und politischen Fragen und Perspektiven. Dem neuen Team ist es wichtig, das Haus als Ort für Empowerment, Emanzipation und Unterhaltung junger Menschen weiterzuentwickeln. Dabei spielen das Aufheben von Grenzen zwischen Kunst und Kunstvermittlung, die Erforschung digitaler Strategien im theatralen Kontext, das prozessorientierte Arbeiten und die Erweiterung partizipativer Angebote eine bedeutende Rolle in der Planung der nächsten Spielzeiten.

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