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29.02.2016

Miseria e Nobiltà

Carmelo Tonno, der bereits seit drei Jahren erfolgreich die gehobene Trattoria „Miseri é Nobili“ in der Brünnhildestraße 8 betreibt, eröffnet zusammen mit seinem Partner Nino ein neues Restaurant in der Beckerstraße, auf der anderen Seite von Friedenau im Malerviertel. Immer mit von der Partie ist Jack, sein treuer 12 Jahre alter Hund.

Foto: Thomas Protz

Das Restaurant, diesmal eine original süditalienische Pizzeria heißt „Miseria e Nobiltà“ - Armut und Reichtum. Betritt man den großzügigen Gastraum, fällt einem sofort die offene Hochglanzküche mit dem Pizzaofen auf. Das Restaurant ist mit rustikalen Holztischen und Stühlen ausgestattet. Bei der Gestaltung der Pizzeria haben Carmelo und Nino ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Ein alter Konzertflügel teilt den Gastraum, der für circa 90 Gäste Platz bietet, vom Servicebereich ab. Der ganze Raum ist mit Fotos aus den 50er Jahren von Süditalien dekoriert. Neben Filmstars aus dieser Zeit sind auch ganz persönliche Bilder aus den Familienalben der beiden an den Wänden zu sehen. Im Eingangsbereich sind zwei alte Koffer installiert, um an die Emigranten dieser Zeit zu erinnern. Ein alter Freund und Künstler, Fillipo, hat zum Teil die Wände mit Motiven aus Taormina bemalt.

Das „Miseria e Nobiltà“ will sich bewusst von anderen Pizzerien der Umgebung abgrenzen. Die Speisekarte ist klein, aber fein! Es ist original sizilianische Küche nach alten Familienrezepten. Es gibt Pizza, Pasta und Salat sowie tagesfrische Angebote, die ständig variieren. Carmelo legt Wert darauf, dass die Speisekarte nicht zu groß ist, um die Qualität seiner Speisen zu gewährleisten. Es gilt Qualität vor Quantität! Die Preise sind vom Markt abhängig.

Dieses bewährte Erfolgsrezept hat ihm schon in der Brünnhildestraße viele Stammkunden durch Mundpropaganda gesichert, die aus dem ganzen Süden von Berlin zum „Miseri é Nobili“ anreisen.

Carmelos Philosophie ist, dass Berlin zwar weltoffen ist, aber in Puncto Essenskultur noch viel zu lernen hat. Wer in eines der beiden Restaurants essen geht, muß Zeit mitbringen! Carmelo sieht sich als Dirigent, der seine Philosophie und Essenskultur auf die Gäste übertragen will. Alles ist tagesfrisch vom Markt – eine Tiramisu (soll nach 12 Stunden gegessen sein) vom Vortag wird gerne mal verschenkt, und nicht wie in anderen Lokalitäten, drei Tage lang aufbewahrt und verkauft.

Seine Devise heißt „Slowfood“ - wer bei ihm isst, soll sich entspannen und genießen! Laptops am Essenstisch sieht er nicht so gerne.
Gern gesehen sind dagegen auch Gäste die „nur“ einen Kaffee oder ein Viertel Wein konsumieren, aber die gute Atmosphäre und die Freundlichkeit des Personals geniessen wollen.

Zu Mittag, bis 14:00 Uhr, wird es eine Mittagskarte geben, wo das Menue um die zehn Euro liegt.

Miseria e Nobiltà
Beckerstraße 12 Ecke Rembrandtstraße
Tel: 030.21959447
Mo-Do: 12-24, Fr-So: 12-open end
www.miseria-nobilta.de

Thomas Geisler

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