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25.06.2013

Minijobs – mach mehr daraus!

Am 13. Juni 2013 hat sich in Tempelhof-Schöneberg unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler ein Netzwerk gegründet, das für die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eintritt.

Foto: Thomas Protz

„Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Minijobs sind weder über die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen noch über die Folgen einer mangelnden sozialen Absicherung informiert. Problematisch ist dies besonders, wenn der Minijob die einzige Erwerbsquelle bildet. Auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben z. T. nur unzureichendes Wissen über die Möglichkeiten des Jobcenters oder der Arbeitsagentur zur Beschäftigungsförderung. Gute Arbeitsplätze mit angemessener Bezahlung sind eine wichtige Lebensgrundlage. Deshalb engagiere ich mich für mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung,“ erläutert Schöttler.

Mit im Netzwerk vertreten ist das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg, die Arbeitsagentur, der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur, DGB, Wirtschaftsvertreter/-innen, die Geschäftsführungen vom Nachbarschaftsheim Schöneberg, Nachbarschaftszentrum UFA Fabrik, der Stadtteilverein Schöneberg, das bezirkliche Bündnis für Arbeit und Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg.

Minijobs haben in den letzten Jahren zugenommen, weil sich Unternehmer/-innen und Beschäftigte ein hohes Maß an Flexibilität versprechen. Aber Beschäftigte in Minijobs sind nicht versichert in der Kranken- und Pflegeversicherung und erwerben auch keinen nennenswerten Rentenanspruch. Arbeitsrechtlich sind Minijobs einer Teilzeitbeschäftigung gleich gesetzt. Dies bedeutet, dass Minijobber/-innen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaub und auch eine anteilige Berücksichtigung bei Sonderzahlungen haben. Beachten Arbeitsgeber/-innen diese rechtlichen Grundlagen, ist der Minijob für Unternehmen häufig teurer, als eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Ich freue mich, dass die Partnerinnen und Partner im Netzwerk schon bei unserem ersten Treffen viele interessante und spannende Ideen eingebracht haben und bin zuversichtlich, dass wir viele Menschen erreichen und weitere im Netzwerk dazu kommen werden“, äußert sich die Bezirksbürgermeisterin abschließend.

Das Netzwerk begleitet das Projekt Joboption Berlin. Dieses wird aus Mitteln des Landes Berlin gefördert und durch die Träger Wert.Arbeit GmbH, Berlin und zukunft im zentrum GmbH umgesetzt.

Weitere Informationen unter www.ziz-berlin.de/Joboption

Kontakt: Wert.Arbeit GmbH, Berlin T: 280 32 08 6

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