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6.07.2015

Lindinger + Schmid _ Kunst + Design

An der Kaisereiche, im ehemaligen Concorde Matratzengeschäft, Saarstraße 1, befindet sich seit Ende April ein neuer Kunst- und Design-Laden. Der Verlag Lindinger + Schmid, der in der Schmargendorfer Straße 29 ansässig ist, hat zu seinem 25-jährigen Bestehen, die „Elf Schaufenster“ eröffnet.

Blick auf die Rheinstraße. Foto: Thomas Protz

Blick von der Kaisereiche. Foto: Thomas Protz

Thema Blumen. Foto: Lindinger + Schmid

Schon immer waren Lindinger und Schmid für Interdiziplinarität zu begeistern. Bereits Mitte der 90er Jahre versuchte sich das Verlegerpaar mit einem besonderen Möbel-Künstler-Programm. Stühle, Tische und Regale wurden von Künstlern (z.B. Jochen Gerz, Petrus Wandrey und Res Ingold) designt und zum Teil in geringer Auflage produziert. Einige dieser Möbelstücke haben heute bereits Sammlerstatus erreicht.

1991 gründeten sie einen Kunstverlag, der monatlich die kostenlose „KUNSTZEITUNG“ (Auflage 200.000 Stück), zweiwöchentlich den  Branchenbrief „Informationsdienst KUNST“ und einmal im Jahr die Bilanzzeitschrift „KUNSTJAHR“ herausbringt. Darüber hinaus verfügt der Verlag über eine umfangreiche Palette von kritischen Kunstbüchern (Schwerpunkt: zeitgenössische Kunst) und ein PR-Büro für Kunst und Öffentlichkeit.
Mit dem interdisziplinären Projekt Elf Schaufenster, sollen Kunst, Mode und Design in den Dialog gebracht werden. Während eine Galerie nur isoliert Kunst präsentiert, verschmelzen hier sorgsam zusammen gestellte Themen-Ensembles. Es werden die Gemeinsamkeiten von Künstlern und Designern beleuchtet.

In einem Klima gegenseitiger Wertschätzung verbinden sich die freie und die angewandte Kunst zu einem Konsumgut. Alle Objekte sind daher käuflich erwerbbar. Die Preise reichen von 15 Euro für eine Designschale von Clara von Zweigbergk bis zu 32.000 Euro für einen Warhol-Druck. Für 60 Euro gibt es bereits ein Element des Forest Seats von Mero Wings, wofür ein Teil des Erlöses dem Schutz des Regenwaldes gespendet wird. Für das Marshmellow-Sofa von George Nelson im Eingangsbereich muss man allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

Mit den höheren Preislagen wird ein nationaler und internationaler Kundenkreis angesprochen, der bei seinen Gallery Weekendtouren auch seinen Weg nach Friedenau finden soll. „Elf Schaufenster“ möchte somit zu einer visuellen Stimulans für den Kiez werden.

Wichtig ist, dass die Ensembles alle zwei Monate ausgetauscht werden und somit die Aktualität des Konzepts gewahrt bleibt, erklärt Phillip Hustig. Herr Hustig betreut das interdisziplinäre Projekt „Elf Schaufenster“. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte in Amsterdam und einer Assistentenstelle an einem kunstgeschichtlichen Institut in Florenz zog es den gebürtigen Kölner an die Spree.

„Elf Schaufenster“
Saarstrasse 1, 12161 Berlin
Ph: (030) 86 31 43 82
Di-Sa: 12:00 – 18:00 Uhr
www.elf-schaufenster.de

Thomas Geisler

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