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10.07.2016

Kunst, Kunst und nochmal Kunst

In der Bülowstraße in Schöneberg nahe des Nollendorfplatzes entstehen wieder neue Kunstwerke.

Foto: Elfie Hartmann

Seit Mitte Mai durfte man gespannt sein. Welche Künstler wurden ausgewählt, die Fassaden von Gründerzeitgebäuden sowie, wenn vorhanden dazu deren riesige Schaufenster, mittels individueller Darstellungen neu zu bemalen? Fußläufig sind außerdem in ständigem Wechsel innovative künstlerische Darstellungen, Originalgemälde oder auch immer wieder die bemerkenswertesten originellen Installationen innerhalb des Produktionsbüros zu entdecken.

Einige Künstler sind hier vorab genannt. Es gab z. B. diverse Originale von Brittany Williams, St. Monci, Shawnee Hill, Mr. Prvrt und anderer gut bekannter Künstler. Die Förderung für Ausstellungen im Rahmen der Urban Contemporary Art stehen im Mittelpunkt des Konzeptes. Das seit 10 Jahren international erfolgreiche „Projekt M“ hat kontinuierlich Künstler aus aller Welt nach Berlin eingeladen. Alle Künstler arbeiten unentgeltlich.

Es wird sich auch zukünftig noch so einiges tun in der Bülowstraße. Den ganzen Sommer über wird wieder weithin sichtbar  mitzuerleben sein, wie Künstler oft in zum Teil extremer Höhe mittels Kränen, ausgestattet mit Schutzmasken tagelang, oft Wochen oder Monate an ihren Werken arbeiten.
Die leider immer vergänglichen, weil gewollt temporären Darstellungen dieser gigantischen Kunstwerke werden aber in hochwertig gestalteten Kunstkatalogen fotografisch festgehalten und bleiben so auf diese Art erhalten.

Die beeindruckende schwarze Fassade mit den lebensgroßen weißen, gen Himmel schwebenden Engelwesen, (Ecke Ziethenstraße) blieb eine ungewöhnlich lange Zeitspanne zu betrachten. Zufall? Ausnahmegenehmigung? Gar eine Unterschriftensammlung? „Nein“ - erfährt die Berichterstatterin, „in der kalten und feucht/nassen Jahreszeit wäre es viel zu gefährlich, mit Kränen und Farbeimern so hoch oben an den Fassaden zu arbeiten. (Aha, eigentlich logisch) Man darf also auf  den, diesen Sommer gespannt sein.

Die Krönung zum Pressetermin im Juni war dann eine ganz besonders erfreuliche Bekanntgabe, deren Inhalt (für mich) unerträglich lange streng geheim gehalten wurde. Und die Überraschung ist gelungen: Es wird Mitte des nächsten Jahres also außerdem und zusätzlich das dann weltweit einmalige URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART in Berlin entstanden sein. Das gesamte ehemalige Gründerzeitgebäude in der Bülowstraße 7 wird zum Museum. Und gleichzeitig wird es als internationale Anlaufstelle für Forschung, für Ausstellungen, sowie als Austausch bedeutender Kunstformen des 21. Jahrhunderts fungieren. Der (sogenannte) Problemkiez wird dadurch nachhaltig aufgewertet, neu gestaltet, ja, immens bereichert. Und hier aller Voraussicht nach ganz schnell zum gut frequentierten Touristenareal. Die Kunstwerke werden dann innerhalb des Museums durch unterschiedliche Höhen von sogenannten Galerie-Stegen aus verschiedensten Perspektiven zu betrachten sein. Es werden pädagogische Formate, interaktive Workshops und vieles mehr an kreativen Angeboten dort stattfinden.
Das zukünftige Museum wird automatisch auch außen zum Gesamtkunstwerk durch weiterhin innovative, wiederum wechselnde Fassadenmalereien der international bekannten Künstler.
Da die U-Bahn hier überirdisch fährt, ist das jeweilige Motiv von oben ebenso zu betrachten wie unterhalb der Brücke. Für die Fußgänger entsteht aus der dann veränderten Perspektive somit eine völlig neue Wahrnehmung.

Übrigens: Das weithin sichtbare Fassadengemälde (Foto), erkennbar als leuchtendes Universum, ist schon jetzt ein Hingucker und einen Schlenker vom Nollendorfplatz aus wert, behauptet

die Redakteurin der Stadtteilzeitung,
Elfie Hartmann

Künstlerplattform Urban Nation
Galerie und Produktionsbüro Schöneberg
Bülowstraße 97
Museumsentstehung Bülowstr. 7
Öffnung tägl. 10-18.00 Uhr

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