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3.04.2015

Kunst, Kultur und Küche

Auf der Potsdamer Straße, in Höhe der Kurfürstenstraße, befindet sich das P 103. Betritt man diese Lokalität, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt.

Engür Sastimdur. Foto: Hartmut Becker

Draußen auf der quirligen Potsdamer Straße tobt der Verkehr, und im P 103 wird zur vegetarischen Küche Kultur zelebriert. Neben der zeitgenössischen, meist großformatigen Kunst an den Wänden finden hier auch abends zahlreiche Veranstaltungen statt.

Von Vorträgen über Kunstrestauration, Lesungen, Kabarett, Konzerten bis zu Tangoaufführungen und natürlich Vernissagen ist hier alles geboten, was den Kunstinteressierten anlockt. „Der Gast will mehr“ ist das Motto der Location.
Um eine gleichbleibende Qualität der ausgestellten Kunstobjekte zu gewährleisten, beschäftigt der Mischkonzern sogar eine Kuratorin, die dafür sorgt, dass nur ausgewählte Kunst an die Wände kommt.

Die 250 qm großen Räumlichkeiten befinden sich in einem alten Jugendstilgebäude von 1894 und sollen mit ihrem etwas morbiden Charme an die Kaffeehauskultur der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts anknüpfen. „Platz ist Luxus für die Gäste“ sagt einer der drei Inhaber des P 103. 100 Jahre lang befand sich die bekannte Autorenbuchhandlung „Struppe und Winckler“ in diesen Räumen.

Durch die große Fensterfront kann man den Passanten beim Flanieren zuschauen. Der den Eingangsbereich dominierende braune Grotrian-Steinweg-Flügel ist umgeben von guterhaltenen Vintagemöbeln, die überwiegend vom Trödel stammen, dem P 103 aber den gemütlichen Charakter vergangener Zeiten geben.

Da der Flügel aus dem Jahr 1918 auch regelmäßig bespielt wird, verstärkt das noch den Eindruck einer „Kunstoase“ inmitten der trubeligen Geschäftsstraße. Es soll gepflegte Langsamkeit praktiziert werden, die Gäste sollen sich erholen können von dem Stress der sie umgebenden Umwelt. Dafür stehen auch die Inhaber Mehran, Mohsen und Engür, die das Unternehmen 2008 aus einer kreativen Taxizentrale gründeten und im Mai 2013 in das heutige P 103/ Mischkonzern überführten. Mehran ist Bauingenieur, Mohsen Architekt und Engür hat Elektrotechnik und BWL studiert.

Der Begriff „Mischkonzern“ wurde von dem Künstler Jürgen Gustav Haase, einem Freund des Hauses, für das Galeriecafé geprägt, während P 103 das Gastronomiekonzept repräsentiert.

Die Spezialität der Küche sind vegetarische Speisen, mit vorheriger Ansage auch vegane Gerichte. Sehr zu empfehlen ist das Risotto. Der Koch hat ein Faible für die spanische Küche.
Aber auch Gäste sind willkommen, die nur in entspannter Atmosphäre nach dem Philharmoniebesuch ein Glas Wein trinken wollen. Da keine Werbung gemacht wird, ist der Zuwachs an Stammgästen und Gästen der Mundpropaganda zuzurechnen. Die Gäste kommen inzwischen auch bereits aus den U.S.A., Spanien, Italien und Großbritannien.

Mit dem P 103 / Mischkonzern sind Küche und Kunst eine sehr gute Symbiose eingegangen.
Das P 103 verfügt über WLAN.

P 103 / Mischkonzern
Potsdamerstr. 103
10785 Berlin-Tiergarten
Ph: 030.54706000
www.p103.de
Mo-So: 10:00-24:00 Uhr

Thomas Geisler

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