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06.07.2015 / Menschen in Schöneberg

Koreanische Musik und Tanz in Friedenau

Wenn man die Hauptstraße linksseitig in Richtung Innsbrucker Platz an der Stierstraße vorbeikommt, könnte es sein, dass eine leicht ungewöhnlich empfundene, fremdartige Melodie, ja, wundersam lieblich anmutende Musik einen gewissen Sog ausübt.
Foto: Elfie Hartmann

So erging es mir jedenfalls, und ich blieb stehen, steuerte dann zaghaft auf die vermeintliche Quelle derselben zu.
Der an diesem Tage eben so empfundene Zauber führte mich direkt in eine - Seniorenfreizeitstätte.
Überaus freundliche, lächelnde Koreaner fand ich hier vor, nachdem ich vorsichtig meinen Kopf durch die Tür zum Saal gest(r)eckt hatte.
Ich ward sogleich herzlich willkommen geheißen und erfuhr so allerlei, während koreanische Melodien mich die ganze Zeit umhüllten, ja zu wiegen schienen.

Jeden Montag von 11.30h  bis 14.00h wird also hier zusammen getanzt. Ich erfahre vom freundlichen Vorstand, dass es sich um den Koreanischen Senioren Kultur Club handelt. Eine Gruppe von etwa 15 Koreanern trifft sich hier regelmäßig, und getanzt wird nach überwiegend koreanischer Musik. Der Lehrer, Herr La, ist Koreaner, der Vizevorstand Herr Seong Sik Shin vom Bundesverband der Koreaner in Berlin e.V. war hocherfreut in Erwartung eines Artikels in unserer Stadtteilzeitung. Desgleichen die begeisterten Tänzer, die sich ohne großes Bitten nur zu gern fotografieren ließen.

In der gesamten Bundesrepublik leben etwa 50.000 Koreaner. Im Berliner Stadtteil Friedenau treffen sich Koreaner auch aus dem weiteren Umfeld regelmäßig ungezwungen hier zum Tanzen in dieser Seniorenfreizeitstätte, erfahre ich.
Jeden 1. und 3. Freitag trifft man sich außerdem noch für gemeinsame tänzerische Gymnastik.

Während der musikalischen Untermalung zu den Tänzen, des Fotografierens und liebenswürdiger Plauderei nebenbei, verging die Zeit nur zu schnell, und eine gewisse Unruhe entstand nach und nach draußen im angegliederten Café: Aha, um 14.00 h beginnt der Kursus „Heilsames Singen“ unter der Leitung von Frau Mokri, und die immer zahlreicher erscheinenden Damen warteten schon leicht ungeduldig auf Einlass.

Ich verabschiedete mich dankend und ertappte mich dabei, summend und ganz beschwingt mit einem Lächeln von dannen zu ziehen, um sogleich zu Hause einen hoffentlich authentischen Eindruck per Artikel vermitteln zu können.

Elfie Hartmann

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