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4.09.2014

Kolonnenstraße

Die Kolonnenstraße hieß eigentlich schon immer so und hat ihren Namen nie geändert. Sie war der Weg, auf dem die preußischen Soldaten, die in Charlottenburg und Moabit stationiert waren, in Kolonne marschiert sind, um zum Tempelhofer Feld zu kommen, wo der Parade- und Exerzier-Platz der preußischen Armee war.

Foto: Thomas Protz

Deshalb war es bei der Bevölkerung einfach der Kolonnenweg. Er führte damals vom Kaiser-Wilhelm-Platz bis zum heutigen Platz der Luftbrücke. Die Kolonnenbrücke, die 1841 über die Gleise der Anhalter Bahn gebaut wurde, musste extra so breit und so massiv gebaut werden, dass auch eine Infanterie-Kolonne auf ihr Platz hatte.

Obwohl schon 1856 die ersten Häuser hier gebaut waren und 1860 die Bezeichnung Kolonnenweg in Kolonnenstraße geändert wurde, war es immer noch ein weicher sumpfiger Weg. Erst knapp 20 Jahre später wurde die Straße gepflastert. Danach war sie dann bald eine der am dichtesten bebauten Straßen Schönebergs.

1882 wurde der Bahnhof Schöneberg der Berliner Ringbahn (heute S-Bhf Julius Leber Brücke) auf der Kolonnenstraße eröffnet, erst mit einem Gleis, doch kurze Zeit später kamen noch zwei weitere Gleise dazu. Hier sei nebenbei bemerkt, dass es heute wieder einen S-Bhf Schöneberg gibt. Dieser liegt was weiter südlich etwa dort wo, ursprünglich der Bahnhof Ebersstraße war. Nach dessen Umbau zum Umsteigebahnhof nach Wannsee wurde er 1933 als S-Bhf Schöneberg eröffnet.

In Tempelhof wurde die Kolonnenstraße 1901 in Dreibundstraße umbenannt. Kurzfristig war tatsächlich überlegt worden, hier auch den Namen Kolonnenstraße einzuführen, bevor sie dann 1949 zur Dudenstraße wurde. So endet die Kolonnenstraße heute an der Kolonnenbrücke.

Christine Bitterwolf

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