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31.10.2016 / Projekte und Initiativen

Kauf von „hartem Alkohol“ problemlos!!!

Seit drei Jahren gibt es bereits die Schnaps-Testkäufe, die durch Minderjährige getätigt werden und durch das Ordnungsamt begleitet und unterstützt werden.

Wie bei den letzten Testkaufaktionen, halten sich so gut wie keine Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiter_innen an das Jugendschutzgesetz.

Im Bezirksbereich S- und U-Bahnhof Tempelhof und Umgebung versuchten diesmal die jugendlichen Testkäufer Alkohol zu kaufen. In fast allen Fällen erhielten die Minderjährigen anstandslos die gewünschten hochprozentigen Getränke. Anlaufstellen der Minderjährigen waren Einzelhandelsgeschäfte (sog. Spätis), Kioske und Supermärkte. Bei dieser nun jüngsten Kontrolle im September 2016, mussten die Tester dabei mit 90 % erfolgter Schnaps-Verkäufe, einen weiterhin deutlichen Negativtrend registrieren, teilt der zuständige Bezirksstadtrat Oliver Schworck mit.

"Schnaps gehört nicht in Kinderhände". Darum verbietet das Jugendschutzgesetz (§ 9 Abs. 1) den Verkauf von hochprozentigem Alkohol an unter 18-Jährige. Einige der Ertappten reagierten mit Gleichgültigkeit auf die Kontrollen und Feststellungen.

Manchen Einzelhändler_innen und deren Mitarbeiter_innen scheint es völlig egal, an wen sie die Spirituosen verkaufen. Es gab unter anderem die Ausreden wie: "Ich kontrolliere eigentlich immer, nur heute nicht", "Der Testkäufer sieht so groß aus, ich war der Meinung, er sei bereits volljährig". "Aber es kam noch schlimmer: Selbst in den Fällen, in denen die Jugendlichen nach ihren Ausweisen gefragt wurden, bekamen sie die Spirituosen. Die Kassierer waren offenbar nicht in der Lage, das Alter zu berechnen. Und das, obwohl an den meisten modernen Kassen das tagesaktuelle Mindestalter angezeigt wird", so Oliver Schworck.

In allen hier festgestellten Zuwiderhandlungen leitet das Ordnungsamt nicht nur gegen das Verkaufspersonal, sondern auch gegen die Geschäftsleitungen oder die Inhaber ein so genanntes Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Im Wiederholungsfall drohen den Gewerbebetrieben Geldbußen bis zu 50.000 Euro. Schworck kündigt an: "Angesichts dieser erneuten desaströsen Ergebnisse, werde ich solche Kontrollen weiterhin verstärkt fortsetzen."

Quelle: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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