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01.11.2011 / Orte und Plätze

John F. Kennedy Platz und Adam-Kuckhoff-Platz

Der Platz vor dem Schöneberger Rathaus, der bis 1911 noch Rathausplatz hieß, wurde dann zum Rudolph-Wilde-Platz, nach dem Bürgermeister, der das Schöneberger Rathaus geplant hatte. Ihm zu Ehren wurde später der ebenfalls von ihm angelegte Schöneberger Stadtpark Rudolph-Wilde-Park genannt, als der Name des Platzes vor dem Rathaus 1963 in John-F.-Kennedy-Platz geändert wurde.

John F. Kennedy war der amerikanische Präsident, der als erstes Staatsoberhaupt der alliierten Westmächte nach dem Mauerbau nach Berlin kam und den Westberlinern die Freiheit versprach mit den legendären Worten „Ich bin ein Berliner!“ Als er im November 1963 ermordet wurde, beschloss der Berliner Senat innerhalb von drei Tagen diesen Platz nach ihm zu benennen. Die Umbenennung erfolgte am Tag seiner Beisetzung. Es war die schnellste Namensgebung, die Schöneberg je erlebt hatte.

Den Negativ-Rekord dagegen mit der längsten Dauer eines Benennungsverfahrens, etwa vier Jahre, hält der Adam-Kuckhoff-Platz. Adam Kuckhoff war Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und wurde 1943 hingerichtet. Er hatte in der Wilhelmshöher Straße gewohnt. Die Bezirksverordnetenversammlung wollte den Platz nach Adam und Greta Kuckhoff benennen. Dieser Beschluss wurde 1987 abgelehnt, weil es in Ost-Berlin bereits eine Kuckhoffstraße gab. Erst im August 1990, nach weiteren Diskussionen, bekam der Platz seinen heutigen Namen.

Christine Bitterwolf

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