Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

4.03.2015

Isoldestraße

Die Isoldestraße ist eine kleine Straße im bekannten Wagnerviertel in Friedenau. Sie liegt zwischen der Varziner- und der Handjerystraße.

Fotos: Thomas Protz

Isolde ist der Name einer Königin in der Oper  „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner. Der Name Isolde selbst hat wahrscheinlich einen keltischen Ursprung.

Eigentlich sollte diese Straße einmal Badische Straße heißen, vergleichbar den umliegenden Straßen, die alle Namen aus Baden-Württemberg bekommen sollten.
Dann erhielt sie jedoch 1876 den Namen Moltkestraße. Der erfolgreiche Feldherr Helmuth Graf von Moltke hatte 1871 die Ehrenbürgerwürde von Berlin erhalten. Allerdings war diese Straßenbenennung nur von kurzer Dauer. Schon 1890, noch zu Lebzeiten des Generalfeldmarschalls, wurde die Namensgebung wieder rückgängig gemacht. Der Grund dafür ist der Redaktion nicht bekannt.
Danach blieb die Straße jahrelang einfach namenlos. Im Bebauungsplan wurde sie zeitweise als Straße C geführt.
1904 erwarb der Grundstücksmakler Georg Haberland das Land des damaligen Sportparks Friedenau. Er parzellierte das Gebiet und verkaufte die einzelnen Grundstücke als Bauland weiter. Jetzt entstand hier das sogenannte Wagnerviertel, und dementsprechend erhielten die Straßen Namen aus Wagners Leben oder Opern. So kam die kleine Straße, die heute nur 11 Hausnummern zählt, im Jahr 1906 zu dem Namen der Königin Isolde.

Christine Bitterwolf

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