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03.02.2013 / Kinder und Jugendredakion

Interview mit dem Präventionsbeauftragten Herrn Henniger vom Polizeiabschnitt 44 zum Thema „Cybermobbing“

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten. Neben vielfältigen Online-Spielen können wir u.a. auch Sendungen anschauen, die wir im Fernseher verpasst haben oder aber auch mit Freunden chatten und sogar telefonieren, die wir nicht jeden Tag sehen können. Doch neben diesen positiven Möglichkeiten birgt das Internet auch Gefahren. Welcher Art diese sein können, soll in einem Beispiel kurz erläutert werden. Dafür haben wir ein Interview mit dem Präventionsbeauftragten Herrn Jörg Henniger vom Polizeiabschnitt 44 (Tempelhof, Schöneberg Ost) geführt.
Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung

Victoire: Hallo. Meine erste Frage ist, wie Sie heißen.
Herr Henniger: Schönen guten Abend, ich bin Herr Henniger vom Polizeiabschnitt 44.

Victoire: Ich würde Ihnen gern ein paar Fragen zum Thema „Cybermobbing“ stellen. Was ist eigentlich Cybermobbing?
Herr Henniger: Der Begriff Cybermobbing steht dafür, dass Personen andere im Internet in irgendwelchen Foren, in sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook bloßstellen, Beleidigungen aussprechen und beschimpfen. Das passiert dann immer wieder und dadurch wird die Person so unter Druck gesetzt, dass man dann von Mobbing spricht. Da dies im Internet geschieht, nennt man das dann Cybermobbing.

Victoire: Wodurch entsteht das Cybermobbing?
Herr Henniger: Ursächlich ist es so, dass immer ein Konflikt im Vordergrund steht. Irgendetwas ist einmal passiert, dadurch gibt es einen Konflikt zwischen zwei Personen. Nur leider ist es beim Mobbing so, dass es irgendwann eine Dynamik annimmt, viele andere mitmachen und sich die Person, die es betrifft, allein fühlt und sehr viel Angst vor der Zukunft hat und davor, wie es weitergeht.

Victoire: Wo kann man sich Hilfe holen, wenn man ein Mobbing-Opfer ist?
Herr Henniger: Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Das Wichtigste, was wir immer sagen, gerade Kindern und Jugendlichen, ist, sprecht mit euern Eltern. Die Eltern sollten immer die ersten Ansprechpartner sein. Dann gibt es auch viele Erwachsene, die auch Hilfe leisten können, wie z.B. in einer Jugendfreizeiteinrichtung der Erzieher oder der Lehrer an der Schule. In ganz schlimmen Fällen, wenn massive Straftaten durch dieses Mobbing passieren, dann auch die Polizei.

Victoire: Warum gibt es öfter Cybermobbing als normales Mobbing?
Herr Henniger: Ja, das ist unser ganz großes Problem, was wir haben, weil die Kinder und Jugendlichen, aber auch viele Erwachsene der Meinung sind, dass sie in diesem scheinbar anonymen Raum des Internets leichter Beschimpfungen gegenüber anderen aussprechen können. Wenn man noch von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, hat man noch eine gewisse Hemmschwelle. Wenn man Zuhause am Rechner sitzt, dann ist ganz schnell mal etwas eingetippt und losgeschickt und das ist der Hauptgrund dafür.

Victoire: Vielen Dank für das Interview und jetzt wisst ihr da draußen hoffentlich, was Cybermobbing ist.
Herr Henniger: Sehr gerne.

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