Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

1.03.2020

Ich bin nicht Mercury

We are the Champions: Theaterstück von Thomas Schendel mit vielen Highlights von Freddie Mercury und der Band Queen - mit Thomas Borchert, Marco Billep, Michael Ernst und Sophie Berner/Frederike Haas (alternierend) Bis 23.2. fast durchgängig den ganzen Februar im Spielplan, Vorverkauf Tel.: 789 56 67-100.

Szenenfoto. DerDehmel/Urbschat

Ich war eine Weile krank und hatte mich nicht um den Theaterspielplan gekümmert, daher war mir gar nicht klar, was mich erwartete, als ich zur Premiere im Schloßpark-Theater ging. Ganz blauäugig kam ich dort an und dachte 'Mercury, Merkur, Saturn, Venus? – ich lass mich überraschen!' Und ich war nicht schlecht überrascht, als ich auf der Bühne eine Kapelle aufgebaut vorfand, die die herein strömenden Besucher bereits vor Beginn mit jazzigen Klängen begrüßte: Es ging um Freddie Mercury, den leider viel zu früh gestorbenen Rocksänger mit der Wahnsinnsstimme - mein Idol!
Im Vorwort zum Programm bezeichnet Dieter Hallervorden diese Inszenierung als ein Mammutprojekt für das kleine Schloßpark-Theater und bedankt sich herzlich  für den „Enthusiasmus, die Arbeitswut und die Professionalität“ aller Beteiligter, von der das Publikum profitieren kann. Und wir, das Publikum, haben auch allen Grund, für die gelungene Inszenierung zu danken.

Under Pressure
Wie stellt man es an, wenn es vor allem darum geht, die Songs der Rockband Queen als eine Hommage auf die Bühne zu bringen? Man strickt eine Handlung um die Musik herum, lässt eine Gruppe von Musikern auftreten, die für eine fiktive Studioaufnahme die Queensongs probt, uneinig ist, sich zankt. Private Beziehungen spielen mit, Liebe und Freundschaft. Die Titel der Songs geben oft passende Überschriften für bestehende Konflikte zwischen ihnen, vor allem immer wieder Under Pressure, denn sie stehen alle unter Druck wegen des nahenden Termins der Studioaufnahme. Mit hervorragendem sängerischen Potenzial schmettern sie die Songs von Freddie Mercury, wenn sie auch dessen helle, strahlende Stimme nicht erreichen können. Wie sollten sie auch: er ist einfach unerreichbar! „Ich bin nicht Mercury“ verteidigt sich der von den Kollegen wegen eines verpatzten Einsatzes gescholtene Leadsänger, womit der Titel des Stückes geprägt wäre. Dennoch werden wir gut unterhalten, das Publikum spendet immer wieder Zwischenbeifall, und am Ende können sich die Fans fast nicht einkriegen: in der Reihe hinter mir klatscht und jubelt es ohne Ende, dass es mir in den Ohren dröhnte.
Ein Muss für alle Rockfans und speziell für Freddie Mercury-Fans, und darüber hinaus für jene, die es einmal mit dem Herz, Sinne und Körper durchschüttelden Wahnsinn genannt Rockmusik probieren wollen! We Will Rock You!

Sigrid Wiegand

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