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01.05.2023 / Projekte und Initiativen

Händel-Konzert am 18. Juni 2023

Wie klingt die beste Musik für Krönungsfeierlichkeiten? Seit fast dreihundert Jahren gibt es hierfür eine überzeugende Antwort: die Coronation Anthems (Krönungshymnen) des deutsch-britischen Komponisten Georg Friedrich Händel.
Die Vorankündigung

Unglaublich, wie es der erfahrene Opernkomponist und Oratorienmeister schafft, dramatisch gesteigerte Jubelfeier mit anmutiger, fast tänzerischer Leichtigkeit zu kombinieren.
Jetzt schon den Konzerttermin vormerken: So 18. Juni 2023 um 18:00 Uhr in der Apostel-Paulus-Kirche in Berlin-Schöneberg.

Die Four Coronation Anthems (HWV 258 – 261) entstanden als Auftragswerk anlässlich der Krönung des britischen Königs George II. am 11. Oktober 1727. Und weil insbesondere das erste Anthem „Zadok the priest“ bei König und Gefolge so gut ankam, wird es seitdem bei jeder Krönungszeremonie des britischen Empire gespielt, zuletzt im Juni 1953 für Queen Elisabeth, und jetzt im Mai 2023 für Ihren Sohn und Thronfolger King Charles. (Karten dafür gibt’s für Normalsterbliche nicht)

Mit der Aufführung der Coronation Anthems am 18. Juni (der Kartenvorverkauf beginnt Anfang Juni) zeigt der Konzertchor Friedenau unter Leitung von Sergi Gili Solé, dass er solch ewig gültigen Krönungshymnen aus der Feder von George Frideric Handel in jeder Hinsicht gewachsen ist. Die Koloraturen werden derzeit fleißig geprobt, die Einsätze kommen schon ziemlich punktgenau, auch die Hemiolen (eine besondere Kompositionsforma aus der Zeit des Barock) führen bereits verlässlich zum gewünschten Ritardando. Über den Probenverlauf erscheint zum Konzert ein amüsant-informatives „Chortagebuch“, das einer der Chorsänger derzeit regelmäßig schreibt.

Und wenn schon Händel den musikalischen Schwerpunkt des Sommerkonzerts bildet, dann darf es noch ein bisschen mehr sein an feierlicher Barockmusik aus der Feder des lieben Sachsen („il caro Sassone“), wie Händel von seinen Zeitgenossen genannt wurde. Zur Aufführung durch den Konzertchor Friedenau gelangt auch das Te Deum for the victory of Det-tingen. (HWV 283). Besungen wird hier nicht etwa das Kampfgetümmel der Schlacht von Dettingen, vielmehr wird Gott dem Herrn gedankt. Dafür, dass King George II die Schlacht heil überstanden hat, aber vor allem auch dafür, dass Gott die Welt so eingerichtet hat, wie sie seit alters her von Cherubim und Seraphim besungen wird.

Das Dettinger Te Deum umfasst 14 anspruchsvolle Sätze, basierend auf dem Common Book of Prayer. Dieses geistliche Chorwerk aus der Feder „des größten Komponisten, der je gelebt hat“ (Beethoven über Händel) ist musikalisch sehr abwechslungsreich. George Frideric hat nicht gespart mit punktiertem Rhythmus, dazu Koloraturen in allen Stimmlagen. Thou didst open the kingdom of heav’n to all believers. Gesungen wir in Shakespeareschem Frühneuenglisch. We praise Thee, o God.

Achim Kühne-Henrichs