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1.07.2021

Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus

Am 13. Juni protestierten Friedenauer*innen und Berliner*innen gegen Angriffe auf jüdische Menschen in Friedenau und anderswo.

Foto: Helmut Pohren-Hartmann

Gemeinsam haben sie ein Zeichen der Solidarität mit jüdischen Menschen, die von antisemitischen Angriffen und Anfeindungen betroffen sind, gesetzt. „Jüdisches Leben gehört zu Friedenau und Berlin und wir stehen gemeinsam an der Seite unserer jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn“, so die Veranstalter, eine breite Aktionseinheit unter Einschluss von zivilgesellschaftlichen Initiativen und allen demokratischen Parteien in Tempelhof-Schöneberg.

Vorausgegangen waren antisemitischen Angriffe wie der jüngste Vorfall in Friedenau. Am Dürerplatz wurde ein Mann jüdischen Glaubens nachts von Männern antisemitisch beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der 41-Jährige sei durch den Schlag gegen eine Schaufensterscheibe geprallt, die Männer flüchteten. Der Mann zeigte den Vorfall selbst bei der Polizei an und wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, so der Polizeibericht.

Erinnerungen an den Anschlag auf den Rabbiner Daniel Alter werden wach. Am 28. August 2012 wurde Alter in Friedenau im Beisein seiner damals siebenjährigen Tochter auf der Straße von vier mutmaßlich arabischstämmigen Jugendlichen gefragt, ob er Jude sei. Als Alter bejahte, wurde er beleidigt, geschlagen und verletzt und seine Tochter bedroht. Der Überfall, von dem es keine Zeugen gibt und der bis heute unaufgeklärt bleibt, rief bundesweit und international Empörung hervor. Über 1.000 Menschen bekundeten damals auf dem Grazer Platz ihre Abscheu gegen den unsäglichen Anschlag.

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