Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

30.04.2020

Gabenzäune

Von Isolde Peter

Foto: Elfie Hartmann

Gerade für obdachlose Menschen ist die Situation seit dem corona-bedingten Lockdown besonders schwierig geworden. Viele Hilfsangebote fielen wegen der Schließung von Einrichtungen weg. Geldquellen wie Flaschensammeln oder Zeitungsverkauf sind in Zeiten der sozialen Distanz kaum mehr möglich. Als niedrigschwellige Hilfe wurden an verschiedenen Orten in Berlin (und auch anderer Städte) sogenannte „Gabenzäune“ eingerichtet. Dort werden in Privatinitiative Kleidung (in erster Linie wird Männerkleidung benötigt), Schlafsäcke, Decken, aber auch Nahrungsmittel und Tierfutter hingehängt, die sich Menschen dann einfach mitnehmen können. In Steglitz gibt es z. B. am U-Bahnhof Schloßstraße und S-Bahnhof Südende Gabenzäune, in Schöneberg am S-Bahhof Südkreuz (auf der Brücke über den Sachsendamm, die zum Hans-Baluschek-Park führt), an der Hauptstraße 122 (vor Lidl) und am S-Bahnhof Tempelhof (Ausgang Richtung Alt Tempelhof). Auf der Seite www.gabenzaun.de findet sich eine Liste der aktuellen Standorte sowie Information, falls Sie selbst einen Zaun aufmachen möchten. Sachspenden direkt an Einrichtungen zu geben war schwierig, ist inzwischen aber zum Teil wieder möglich. Die Berliner Stadtmission freut sich aktuell über Spenden von Baumwollbettwäsche, um Masken daraus nähen zu können. www.berliner-stadtmission.de ist deren Webadresse. Bitte erfragen Sie vorher, zu welchen Bedingungen was wo benötigt wird. Im Moment ändert sich alles immer so schnell. Und denken Sie daran, die Stadtmission ist – genau wie andere Einrichtungen – weiterhin froh über Geldspenden, um zum Beispiel Nothilfe-Päckchen an bedürftige Menschen verteilen zu können.

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