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23.08.2011 / Projekte und Initiativen

Frauen-Fussball nicht nur zu WM-Zeiten

Ich bin ein Fan des Frauenfussballs seit vielen Jahren, ärgere mich, das der Kicker, die einzige Fussballzeitschrift Deutschlands, höchstens eine Seite dem Frauenfussball widmet in der laufenden Spielsaison.
Auswärts gegen Union . Foto: 1. FC Schöneberg 1913

Als die deutschen Fussballfrauen ihre Spiele gewannen, war mal gerade ein Bild von der Größe einer Briefmarke auf dem Titelblatt. Immerhin waren im Blatt innen sechs Seiten, allerdings mit einem Macho–Kommentar des Herausgebers. Nach dem spannenden -  spielerisch auf gutem Niveau – Endspiel, noch nicht mal ein Foto. Wie gut, dass die Zuschauer ein faires, begeisterungsfähiges Publikum waren.

Meine 1. Begegnung mit dem Frauenfussball hatte ich 1978 (erst seit 1970 durften Frauen im Spielbetrieb Fussball spielen). Mit meiner damaligen Mannschaft 3. Herren / Oberliga SV 74 Berlin spielten wir die ersten 2 Spiele Frauen – Männer in Berlin. Eigentlich waren diese Spiele nicht erlaubt. Sie mussten als Trainingsspiele angemeldet werden, und es musste eine Frau in unserer Mannschaft spielen, sowie bei den Frauen ein Mann. Uns Männern war nicht sehr wohl, wir trauten uns nicht so recht. Doch als wir merkten, dass die Frauen von Tennis – Borussia, damals Berliner Meisterinnen, forsch auf Frau und Mann gingen, war es ein Spiel wie jedes zuvor. Unser Ehrgeiz war groß, wir wollten den spielerisch überlegenen Frauen Paroli bieten.

Heute spielen in Deutschland über 1 Mill. Frauen und Mädchen Fussball in den Vereinen. Nach Austragung von WM- oder EM-Turnieren, egal, ob der Frauen oder der Männer, melden sich speziell viele Mädchen in den Vereinen an. Auch hier in Schöneberg, Tempelhof und Steglitz, doch müssen die Vereine viele Mädchen ablehnen, weil weder genügend Trainer/innen, noch Betreuer/innen, noch Plätze da sind.

Wie erfolgreich in Schöneberg, ebenso in Steglitz Frauen spielen? Die Frauen von Schöneberg 1913 spielen ebenso wie die Frauen von Stern 1900 in der Berlin LIGA.

Das Endspiel der Frauen-WM war besser als jeder Tatort, der dem Spiel weichen musste.

Ernst Karbe

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