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28.03.2014

Ewig gestrige bedrohen Stolpersteininitiative

Mit kleinen Handzetteln hatte die Stoplersteininitiative Stierstraße auf die Gedenkveranstaltung zur Übergabe von 3 weiteren Stolpersteinen aufmerksam gemacht. Die Stolpersteine waren diesmal für Überlebende des Holocoust gedacht, die in der Stierstraße gelebt hatten.

Das anonyme Pamphlet – ein feiges Blatt

Über Nacht wurden fast alle Zettel entfernt und mit oben gezeigtem Pamphlet in den Briefkasten eines Mitglieds der Initiative eingeworfen. Die Initiative ist sehr betroffen. Eine Anzeige wurde gestellt. Der Staatsschutz übernimmt, gab die Polizei Auskunft. Über einen weitreichenden Verteiler wurde die Presse informiert. Sogar die Abendschau berichtete darüber.

Zu der Gedenkveranstaltung am 19. März kamen unerwartet viele Menschen aus der ganzen Stadt und zeigten ihre Solidarität mit der Stolperstein-Initiative.

Auf der Veranstaltung hielt der ehemalige Bundestagsabgeordnete Eckehard Barthel eine sehr klare Rede und bedankte sich für das bürgerschaftliche Engagement der Mitglieder des Stolpersteinprojekts Stierstraße.

Nun liegen in dieser kleinen Straße mit nur 20 Häusern 57 Stolpersteine! Der neue Pfarrer der Philippus-Gemeinde Paul Klaß hatte die Türen der Kirche weit geöffnet und alle Gäste der Gedenkveranstaltung zu Nachgesprächen in die Gemeinde eingeladen. Viele der Gäste nutzten diese Gelegenheit.

In den 8 Jahren intensiver Recherche-Arbeit habe ich persönlich viel lernen können. Ich sage danke in Demut.

Ernst Karbe / Bilderbär

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