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1.09.2019

Erster „Bürger*innenrat Friedenau“ und erstes öffentliches „Bürgercafé“. Ein großer Erfolg !

Am 14. August stellten die Bürger*innenräte ihre Vorschläge in einem „Bürgercafé“ öffentlich vor.

Foto: Nur-Mut

„Wie wollen wir Friedenau lebenswert erhalten und die Zukunft gemeinsam gestalten ?“ Das war die Fragestellung des ersten Friedenauer Bürger*innenrats. Anfang 2018 hatte die Friedenauer Gruppe „NUR-MUT!“ Kontakt zu Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und anderen Politikern des Bezirks aufgenommen, um dort für ihre Idee „Bürger*innenräte Friedenau“ zu werben. Die fünf Frauen wollen etwas tun für mehr Demokratie und Miteinander im Bezirk. Die Bezirksbürgermeisterin griff die Initiative auf. Dank der Finanzierung durch den Senat kann das neue Bürgerbeteiligungsverfahren nun im ganzen Bezirk realisiert werden. Friedenau macht den Anfang.

Aus dem Melderegister wurden nach dem Zufallsprinzip Friedenauer*innen als „Bürger*innenräte“ ausgelost und per Brief persönlich von der Bürgermeisterin eingeladen. 28 von ihnen sagten zu und  erarbeiteten am 9. und 10. August mit Unterstützung von zwei speziell geschulten Moderatoren lange Listen mit ihren Vorschlägen zu dem oben genannten Thema.

Am 14. August stellten die Bürger*innenräte dann ihre Vorschläge in einem „Bürgercafé“ öffentlich vor: der Bezirksbürgermeisterin, weiteren Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und der Friedenauer Bürgerschaft. Das Ganze fand in der Seniorenfreizeitstätte in der Stierstraße statt und war ein großer Erfolg. Etwa 140 Besucher strömten in den Saal. Die vielen Tische waren mit weißem Papier bespannt und mit Filzstiften ausgestattet: alle waren zum Mitmachen und Mitdiskutieren aufgerufen.

Nachdem Frau Schöttler die Gäste begrüßt und die Veranstaltung eröffnet hatte, stellten die Bürger*innenräte die zehn von ihnen erarbeiteten Themenbereiche und die konkreten Vorschläge dazu vor. Bereiche sind z.B. „Entwicklung von Rhein- und Hauptstraße“, „Sinnvolle Gestaltung von Freiflächen“, „Räume und Orte für Jugendliche“ oder „Bezahlbare Mieten“. Die Vorschläge dazu reichen von „mehr abgetrennte Radwege für die Rhein- und Hauptstraße“, „regelmäßige Pflege von Freiflächen und Aufstellen von Bänken, Sportgeräten und Toiletten“, „Ein Jugendzentrum in Friedenau“ bis hin zu „Genossenschaften unterstützen und fördern“.
Dann waren die Besucher des Bürgercafés dran. Auf vorbereiteten bunten Pappstreifen schrieben sie ihre Ideen auf. Sie ergänzten z.B. bei dem Thema „Bezahlbare Mieten“ den Vorschlag des Bürger*innenrates durch die konkrete Forderung „Gründung einer Wohnbaugenossenschaft Friedenau“, was heftig beklatscht wurde. Alle Vorschläge gehen nun ans Bezirksamt. Dort werden die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in einer „Resonanzgruppe“ darüber brüten, welche Vorschläge umgesetzt werden können. Und zwar möglichst schnell.

Die Bürgermeisterin und die fünf Frauen von „NUR-MUT!“ waren von der Resonanz der Friedenauer*innen und von der Atmosphäre beim Bürgercafé begeistert. Nach sehr lebendigen zwei Stunden drängten alle heiter dem Ausgang entgegen und bekamen als Geschenk noch eine Stofftasche mit auf den Weg.  „Gemeinsam stark sein !“ steht darauf. Und: „Bürgerbeteiligung 2.0“. Darunter dann die Webseite des Bezirksamts, auf der man allgemein über „Bürger*innenräte“ und über alle Vorschläge des ersten Friedenauer Bürger*innenrats nachlesen kann. Später kann dort jeder verfolgen, was davon die Politik inzwischen in Angriff genommen hat.

Um weiteres Mitdenken und Mitarbeiten wird gebeten: vom Bezirksamt und von der Gruppe „NUR-MUT!“
www.berlin.de/ba-ts/buerger-innenrat
www.nur-mut.org

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