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22.12.2019

Engelmarkt und Weihnachtssingen

Wer nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, kann es ja mit den Engeln halten. Denn von denen erscheinen auch dieses Jahr wieder welche auf dem Breslauer Platz, und zwar am 2. Advent.

Auf dem Engelmarkt . Foto: Thomas Protz

Da nämlich laufen sie zwischen dieses Mal 76 Ständen durch die Reihen des Engelmarktes und verteilen Süßes auch an diejenigen Besucher, die im gewöhnlichen Leben keinen Glauben an Engel pflegen. An diesem Tag der Engel glänzt nicht nur der Weihnachtsbaum auf dem Platz, an dem auch wieder die Wunschkarten der Kinder nach Engeln Ausschau halten, sondern rundherum gibt es auch sonst allerlei Engelhaftes.

Der Friedenauer Posaunenchor intoniert Weihnachtslieder. Es informieren an den Ständen gemeinnützige Organisationen und wohltätige Vereine über ihre Aktivitäten.

Der unvermeidliche Glühwein und allerlei Essbares gelangen auf engelhafte Weise in den Blick. Und Kunsthandwerkliches ermöglicht auch Ungeschickten eine Ahnung von weihnachtlichem Flair am heimischen Herd. Das alles gibt es aber nur zwischen 13 und 18 Uhr. Also aufpassen!

Und wie seit nunmehr 30 Jahren findet auch dieses Jahr wieder am 24.12. um 16 Uhr das traditionelle Weihnachtssingen auf dem Vorplatz des Schöneberger Rathauses statt. Das „Schöneberger Blechbläserensemble“ der Leo Kestenberg Musikschule spielt weihnachtliche Lieder zum Mitsingen. Und zum abschließenden „Stille Nacht, heilige Nacht“ soll auch wieder die Freiheitsglocke erklingen.

In der BVV gab es dazu im Vorfeld Streit um einen Antrag von Axel Seltz (SPD), der auch von den Grünen unterstützt wurde. Darin wurde der Einsatz des Bezirksamts für eine anlassbezogene Sperrung der anliegenden Martin-Luther-Straße, der Badenschen Straße und der Freiherr-vom-Stein-Straße gefordert, um ein vom Verkehrslärm ungestörtes Weihnachtssingen zu ermöglichen. Die CDU hatte sich nun dagegen ausgesprochen, um den von der Arbeit oder von letzten Weihnachtseinkäufen heimkehrenden Autofahrern und stressgeplagten Busfahrern nicht die Stimmung zu verderben. In einem Änderungsantrag wollte sie daher lieber eine temporäre Begrenzung der Geschwindigkeit auf 20km/h einrichten.

In der Debatte um die beste Problemlösung musste sich die CDU dann von Antragsteller Seltz vorhalten lassen: „Ich habe den Verdacht, dass die christliche Partei hier dem Götzen Auto huldigen will.“ Das sah dann auch die Mehrheit des Hauses so, denn der Änderungsantrag wurde abgelehnt. Aber auch der anschließend zur Abstimmung gestellte Ursprungsantrag mit dem Sperrungs-Verlangen wurde kurioserweise zunächst abgelehnt. Erst die aufgrund von rot-grünen Protesten anberaumte Wiederholung der Abstimmung ergab dann als das erwartete Ergebnis die knappe Mehrheit für die Sperrung.

Auch für das dreiköpfige Präsidium der BVV gilt also: Nobody is perfect! Sie können diese Wiederholungsmöglichkeit also auch getrost beim Weihnachtssingen zur Anwendung bringen. Sind Sie sich beim Treffen des vorgegebenen Tons nicht ganz sicher, wiederholen Sie den Versuch einfach beim nächsten Ton! Die freundlichen Nachbarn helfen ja!

Ottmar Fischer

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