Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

4.06.2019

Eltern beraten Eltern

Das Projekt „Ich bin ein Stadtteil“ aus der JeverNeun stellt Ihnen regelmäßig eine Person oder Institution aus dem Sozialraum Friedenau-Steglitz vor. Wir möchten Ihnen so einen Einblick in das Leben und das Wirken von NachbarInnen geben, die alltäglich sich mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen.

Foto: EBE

Nachgefragt haben wir bei Eltern beraten Eltern (EbE) von Kindern mit und ohne Behinderung e.V.

Aus welchen Gründen kommen Eltern zu Euch in die Beratung?

Häufige Themen der Eltern, die zu uns kommen, sind Fragen und An-liegen rund um Unterstützung, Vernetzung, Freizeitangebote, Informationen zu Pflegeleistungen, Schwerbehindertenausweis, Kita, Schule, Inklusion, Arbeit, Wohnen.
Es kommen auch Fachkräfte, die in Einrichtungen mit Familien/Kindern mit Behinderungen arbeiten, auf uns zu.

Was ist Eure persönliche Motivation für Eure Arbeit bei EbE?

Wir sind vier Mütter von Kindern mit Beeinträchtigung, d.h., die Themen der Eltern und Fachkräfte, die auf uns zukommen, betreffen uns häufig unmittelbar. Der Verein EbE entspringt der Selbsthilfe, sodass Beratungen und Hilfsangebote immer auch auf der eigenen Erfahrung fußen.

Wo erfahrt ihr in Eurer Arbeit eine Wirksamkeit (Könnt ihr uns ein Bsp. geben)?

Im Laufe der Jahre haben wir ein großes Netzwerk sowohl mit Eltern als auch mit fachlichen Kooperationspartnern knüpfen können. So ist es möglich, bei diversen Anliegen Wege für unsere Familien abzukürzen, was häufig eine große Entlastung darstellt. Darüber hinaus bekommen wir tatsächlich sehr oft positive Feedbacks von Familien, was uns total freut.

Wie versteht ihr aus Eurem Arbeitskontext den Begriff der inklusiven Nachbarschaft?

Unser Vereinsselbstverständnis basiert auf dem Anspruch, Teil-habe von allen Menschen in allen Bereichen erreichen zu wollen. Dies bedeutet natürlich auch, dass Menschen voneinander wissen, sich gegenseitig unterstützen und individuelle Lösungen finden. Ins-besondere für Familien aus unserem Netzwerk sind kurze Wege im Alltag unheimlich wichtig – was die Bedeutung von inklusiver Nachbarschaft absolut unterstreicht.

Wie viele Menschen betreut Ihr im Umkreis der Stadtteile Friedenau und Steglitz?

Wir betreuen keine Familien, sondern beraten immer punktuell bei Bedarf. Es kann sein, dass eine Familie mehrfach auf uns zu-kommt oder sich nur ein einziges Mal an uns wendet. Wir beraten zwar berlinweit, insgesamt kommen aber etwa 60% der ratsuchenden Personen aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf.

Kontakt:
EBE
Nachbarschaftshaus Friedenau
Holsteinische Straße 30/
Ecke Fregestraße
12161 Berlin (Friedenau)
Tel.: 030-82 16 711
Fax: 030-89 74 78 34
Bürozeiten: Täglich von 9 – 13 Uhr

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