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11.03.2018

Eine Diseuse namens Regina Schmitz

Den Moment, in dem aus Regina Schmitz, einer quirligen Schönebergerin mit hellbraunen Locken und grünen Augen, die Diseuse Regina Schmitz wurde, kann sie ganz genau beschreiben:

Regina Schmitz. Foto: Guido Karp Photography, Los Angeles

„Mein damaliger Chorleiter hatte mir Gesangsstunden gegeben und mich ermutigt, im Anschluss an unseren Chorauftritt noch ein Solo zu singen. Da stand ich dann auf der Bühne und habe alles um mich herum vergessen. Ich habe gesungen und als ich fertig war, jubelte und applaudierte das Publikum. Viele haben mich hinterher gefragt, wie lange ich das schon mache. Dabei war das mein erster Auftritt. Da wusste ich: Das ist es! Das ist genau das, was du immer machen wolltest.“

Schon als Kind hat Regina gerne gesungen. Im heimischen Wohnzimmer, das sich in ihrem Fall in Rheinland-Pfalz befand, hat sie für Familie und Freunde Schlager geschmettert. Der Wunsch, auf der Bühne zu stehen und zu singen, war also von Kindesbeinen an vorhanden. Er schlummerte aber bei Regina erst einmal für Jahrzehnte im Dornröschenschlaf da-hin.

Nach ihren Erfahrungen im Chor und nach ihrem ersten Solo-Auftritt und dem daraus folgenden Aha-Erlebnis, hat sie jahrelang bei verschiedenen Lehrern Gesangsunterricht genommen. Dazu kamen zahlreiche Erfahrungen als Sängerin – solo, mit Pianist und im Chor. Nachdem sie immer wieder gefragt wurde, wann sie denn einmal mit einem eigenen Programm auftreten werde, entschloss sie sich, ihre eigene Show zusammen zu stellen.

Sie fing mit ersten Auftritten im Bekannten- und Freundeskreis an. Im letzten Jahr war sie auf verschiedenen Gesangsabenden in Schöneberg und Charlottenburg zu hören. Jetzt will sie mit ganzer Energie als professionelle Sängerin durchstarten. Als Diseuse Regina Schmitz. Und sie freut sich über Auftrittsmöglichkeiten auf den Bühnen Berlins, aber auch an anderen Orten und in anderen Städten, und lässt sich gerne für Feste, Geburtstage oder Jubiläumsfeiern etc. buchen.

Wieso eigentlich Diseuse? Der Begriff, sagt sie, passt zu ihr und zu dem, was sie auf der Bühne macht. Eine Diseuse zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass sie nicht nur singt, sondern auch kabarettistische Einlagen und Moderationen bietet. Regina Schmitz hat als Diseuse ihren eigenen Stil gesucht und gefunden und will keine der bekannten Diven oder Diseusen kopieren. Wichtig ist ihr: „Ich möchte authentisch sein. Die Leute sollen mir abnehmen, was ich singe. Das ist mein Anspruch.“

Im aktuellen Programm geht es bei ihr um die Liebe und die Männer. Das Repertoire reicht von „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe“ über „Er heißt Waldemar“ bis zum „Neandertaler“.

Am 18. März tritt sie unter dem Motto „Verschmitzte Lieder über die Liebe und die Männer“ ab 19 Uhr im ART Stalker Kunst + Bar + Events in der Kaiser-Friedrich-Straße 67, in 10627 Berlin Char-lottenburg auf. Tickets sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich (Kosten: AK 11 EUR, -VVK 9,50, ermäßigt 5 EUR für Studenten und Grundsicherungsempfänger).

Näheres auch unter: www.art-stalker.de , Youtube & Facebook: Diseuse Regina Schmitz

Isolde Peter

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