Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

30.11.2011 / Projekte und Initiativen

Eine Alternative für sprachbegeisterte Schüler/innen

Wer nach der 10. Klasse nicht unbedingt das Abitur machen möchte und fit in Englisch, Französisch oder Spanisch ist, findet an dieser Schule interessante Ausbildungsmöglichkeiten. Für Schüler mit mittlerem Schulabschluss werden die Bildungsgänge Fremdsprachensekretär/in und Fremdsprachenkorrespondent/in angeboten.
Unterricht in der Friedrich-List-Oberschule. Foto: H. Hannemann

Die Inhalte der zweijährigen Ausbildungen kann man in drei Bereiche gliedern: An erster Stelle steht natürlich intensiver Fremdsprachenunterricht. Die Hauptsprache - meist Englisch - wird im Umfange von ca. 10 Wochenstunden unterrichtet. Hier stehen Übersetzen, Dolmetschen oder auch Geschäftskorrespondenz auf dem Plan. Französisch oder Spanisch - meist zweite Fremdsprache der Schüler - kann als Anfänger-und Fortgeschrittenenkurs gewählt werden (6 Stunden pro Woche).

Der zweite Bereich umfasst Textverarbeitung und Büromanagement. Neben dem Beherrschen von Word oder Excel, wird hier zum Beispiel das Abrechnen von Reisekosten erlernt. Aber auch Präsentationen gehören zum Ausbildungsprogramm. Der dritte Bereich beinhaltet die Vermittlung kaufmännischer Kenntnisse über die Fächer Wirtschaftslehre und Rechnungswesen.

Die beiden kostenfreien Ausbildungsgänge werden durch eine interne Prüfung abgeschlossen. Beim Bildungsgang Fremdsprachenkorrespondent/in gibt es noch ein "Sahnehäubchen", nämlich das Betriebspraktikum nach dem 3. Semester. Die Schüler arbeiten einen Monat lang in Firmen, Hotels oder Botschaften im Ausland und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen. Bei der Suche nach den Praktikumsplätzen werden die Schüler vom Kompetenzzentrum Internationale Beziehungen der Schule beraten und unterstützt. Das Kompetenzzentrum berät nicht nur die eigenen Schüler über Zuschüsse, Stipendien und EU-Programme, sondern ist auch Ansprechpartner für Schüler und Lehrer anderer Oberstufenzentren.

Wer nach seinem Abschluss ein weiteres Jahr die Schule besuchen möchte oder eine kaufmännische Ausbildung hat und in zwei Fremdsprachen sehr fit ist, kann den anspruchsvollen Bildungsgang zum/zur Europakorrespondent/in besuchen. Intensiver Unterricht in drei Fremdsprachen mit Dolmetschen und Übersetzen prägen diese Ausbildung. Fächer wie Kommunikationstraining oder Außenwirtschaftslehre ergänzen sie. Der Abschluss ist ebenfalls eine staatliche Prüfung.

Schüler/innen mit erweitertem Hauptschulabschluss und guten Englischkenntnissen können die einjährige kaufmännische Berufsfachschule mit bilingualem Zug besuchen. Bilingual bedeutet, dass der Unterricht im Fach Wirtschaftlehre teilweise in Englisch ist und deshalb ein gutes Niveau der Fremdsprache erfordert. Deutsch, Mathematik oder kaufmännische Fächer wie Rechnungswesen ergänzen den Unterricht. Die Schüler können nach einem Jahr den Mittleren Schulabschluss erwerben und dann bei Bedarf an der Schule weitermachen, denn alle vier Bildungsgänge bauen aufeinander auf.

Zur Zeit besuchen etwa 600 Schüler das Oberstufenzentrum, nicht alle sind weiblich wie man vermuten könnte, immerhin findet man 10 % männliche Schüler. Das Alter der Schüler reicht von 16 Jahren bis ins mittlere Erwachsenenalter.

Ein wichtiger Punkt ist heutzutage die Ausstattung einer Schule. Die Ausstattung der Friedrich-List-Schule ist als gut zu bezeichnen, denn jeder Schüler hat die Möglichkeit, allein an einem PC zu arbeiten. Für den Sprachunterricht gibt es zwei Sprachlabore und einen Medienraum. Außerdem gibt es eine Bibliothek, leider ohne Bibliothekarin, diese wurde vom Senat weggespart. Geblieben und positiv hervorzuheben sind die Beratungslehrer an der Schule, die der Schülerschaft bei Problemen aller Art helfen.

Wichtig sind nicht zuletzt die Berufsaussichten der Schulabgänger. Nach Aussage der Schulleitung sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für die Absolventen gut, denn selbst die besten Computerprogramme können nicht alles perfekt übersetzen. Ansonsten spiegelt sich die Vielseitigkeit der Ausbildung in den unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten wider. So findet man ehemalige Schüler als Sachbearbeiter im kaufmännischen Bereich von Unternehmen, in internationalen Anwaltskanzleien und sogar bei Filmproduktionen.

Die Anmeldung für alle kostenfreien Bildungsgänge ist vom 1. Februar bis ca. Ende Mai 2012 möglich.

Christine Sugg

Friedrich-List-Schule
Oberstufenzentrum für Wirtschaftssprache
Klixstr. 7, 10823 Berlin,
Tel. 81 85 35 - 0
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