Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

10.11.2019

Ein kulinarisches Juwel und sein günstiger Ableger

Der Biberbau in der Durlacher Straße und das Greenhorn am Volkspark 17y.

Geht man die Durlacher Straße Richtung Prinzregentenstraße entlang, kommt man in Höhe der Kleingärten am Restaurant „Bieberbau“ vorbei. Von außen betrachtet, sieht das Restaurant wenig spektakulär aus. Lediglich die außen installierte rote Plakette des Guide Michelin mit einem Stern lässt einen stutzen. Sobald man das Lokal betreten hat, ändert sich sofort der zuvor gemäßigte Eindruck!

Das Lokal ist nicht nur ein kulinarisches Juwel, sondern auch innenarchitektonisch ein absolut sehenswertes Erlebnis. Eines der ältesten Restaurant Berlins beherbergt üppigste Stuckornamente. Sogar die anfänglich als Fachwerk eingeschätzten Balken, sind täuschend ähnliche Stuckarbeiten. Neben den Drachen, Teufeln und Engeln entdecken laut der Inhaberin Frau Garkisch, die Gäste je nach neuer Sitzposition immer wieder neue Facetten im opulenten Stuck. Der Bildhauer Richard Bieber verewigte sich in dem 1893/94 gebauten Atelier- und Wohnhaus, das auf illustre Gäste verweisen kann. Die Brücke-Künstler Pechstein und Kirchner verkehrten im „Bieberbau“ ebenso wie Politiker des Politischen Zentrums der Nachkriegsära. Wegen dieser Bekanntheit erhielt das Restaurant auch eine Denkmalschutzsanierung der Stadt Berlin.

Frau Garkisch und ihr Mann betreiben den „Bieberbau“ seit 2003. Frau Garkisch ist IHK- zertifizierte Sommelière und ihr Mann Guide Michelin ausgezeichneter Koch. Sie lernte am Weingut Horcher in Kallstadt an der Weinstraße und er lernte kochen im „Alten Zollhaus“ in Kreuzberg. Beide beschäftigen in ihrem 40 Plätze Restaurant 4 Köche mit französischer bis marokkanischer Küchenerfahrung. Es gibt immer zwei Menüs, die alle sechs Wochen ausgewechselt werden. Die Menüs werden nah am Markt und der Saison erstellt. Die Preise beginnen ab 50 Euro für ein Dreigängemenü plus 10 Euro für jeden weiteren Gang. Die ausschließlich deutschen Weine beginnen bei 35 Euro und enden bei ca. 80 Euro.
Spezialität ist unter anderem die Kräutervielfalt der Küche, die aus selbst gezogenen Kräutern im eigenen Kräutergarten in Prenden (nördl. von Berlin) stammen.

Das Restaurant kann auch komplett gebucht werden, es entsteht keine Raummiete. Zu erwähnen ist auch die im Sommer zu nutzende 20 Plätze Terrasse. Die Gäste kommen auf Empfehlung aus ganz Berlin und der Welt (z.B. New York).

Seit drei Jahren gibt es auch noch den nahe gelegenen Kiosk „Greenhorn“ am Volkspark, als preiswerten aber nicht weniger qualitativ hochwertigen Ableger. Er wird von einem Koch des „Bieberbau“ betrieben und ist absolut besuchenswert!
Es gibt Montag bis Freitag ab 12 Uhr Getränke (Eistees, Limonaden etc.) und Kuchen, Salate, Müslis aus eigener Herstellung.
Das „große“ und das „kleine“ Bieberbau sind ein absolutes Must für Feinschmecker und Architekturliebhaber!

Restaurant Bieberbau
Durlacher Str 15, 10715 Berlin
ph: 030. 8532390
Öffnungszeiten: Mo - Fr ab 18 Uhr
www.bieberbau-berlin.de

Kiosk Greenhorn
am Volkspark 17y, 10715 Berlin
www.green-horn.de

Thomas Geisler

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