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16.03.2011 / Projekte und Initiativen

Dreist betrogen statt fürstlich beschenkt

Vermeintliche Paketzusteller locken Verbraucher in die Falle. Schon wieder treibt ein angeblicher Paketdienst in Berlin sein Unwesen. Er verspricht Geschenke wie Sekt und Wein - und stellt sogar eine kostenlose Reise in Aussicht. Was den Verbrauchern hingegen blüht, sind Rechnungen und eine Menge Ärger.

Mit einer Karte über einen Zustellversuch fängt alles an: Nach der
Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen verspricht ein freundlicher
Mitarbeiter diverse "Sponsorengeschenke". Statt des zugesagten Pakets
mit Sekt und Wein flattert den verdutzten Verbrauchern eine
Buchungsbestätigung der Firma "Sachsen-Logistik" über eine kostenlose
Reise ins Haus. Allerdings: Im Kleingedruckten findet sich der Hinweis,
es müssten Ausflüge vor Ort für mindestens 80 Euro pro Person gebucht
werden; außerdem falle noch eine Organisationspauschale in Höhe von 30
Euro pro Kopf an. Naturgemäß ist spätestens jetzt der Moment gekommen,
dem "Vertrag" zu widersprechen. Als Antwort darauf erhalten die
inzwischen vollends entnervten Verbraucher eine Stornorechnung über 50 Euro.

"Diese Rechnung sollte auf gar keinen Fall bezahlt werden", warnt
Susanne Nowarra von der Verbraucherzentrale Berlin. Die Juristin lässt
derzeit prüfen, ob die Firma Sachsen-Logistik mit einer Inhaberin namens
Hildegard Heise tatsächlich existiert, um den betrügerischen
Machenschaften im Rahmen eines Verfahrens alsbald ein Ende zu bereiten.
Hilfreich ist es in diesem Zusammenhang, wenn betroffene Verbraucher
ihren Schriftwechsel an die

Verbraucherzentrale Berlin
Hardenbergplatz 2
10623 Berlin

schicken.

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