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30.03.2013

Die Kurfürstenstraße

Die nördlichste Straße in Schöneberg ist die Kurfürstenstraße. Sie bildet die Grenze zu Tiergarten, d.h. eine Häuserseite gehört zu Schöneberg, das Straßenland und der andere Teil liegen bereits in Tiergarten.

Grenzgebiet. Foto: Thomas Protz

Ursprünglich war sie Teil der Mühlenstrasse, die vom heutigen Mehringdamm bis zum Zoo führte. Die Mühlenstrasse war vor fast 330 Jahren angelegt worden, als 1684 eine Wind-Sägemühle gebaut wurde, und das Holz auf direktem Weg transportiert werden musste. Etwa 1840 wurde der Teil, der heute in Kreuzberg liegt, abgetrennt durch die neue Bahnlinie mit dem Anhalter Bahnhof. 1862 wurde das Stück östlich der Potsdamer Straße in Teltower Straße umbenannt und 1863 erhielt der westliche Teil den Namen Kurfürstenstraße.  Schon sechs Jahre später wurde dann auch die Teltower Straße zwischen Potsdamer- und Dennewitzstraße zur Kurfürstenstraße, sodass diese lange Straße wieder einen einheitlichen Namen trug. Erst 1965 wurde das Stückchen hinter der Nürnberger Straße, das in Charlottenburg liegt, in Budapester Straße umgetauft.

Kurfürsten waren die Fürsten, die während des römischen Reiches deutscher Nationen den deutschen Kaiser wählen durften. Dazu zählte auch der Markgraf von Brandenburg.

Es gibt in Berlin außer dem Kurfürstendamm noch drei weitere Kurfürstenstraßen. Die meisten sind nach einem bestimmten Kurfürsten benannt. Ja, es gibt sogar einen Kurfürstenweg. Der liegt in Wannsee und führt mitten zwischen den Bäumen durch den Wald. Die Frage, wie der zu seinem Namen kam, bleibt hier offen.

Christine Bitterwolf

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