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04.03.2012 / Projekte und Initiativen

Der fremde Sport - Heute: Slacklining

Warum muss heute eigentlich alles in englisch sein, werden Sie fragen. Ich werde es Ihnen sagen: ich weiss es nicht. Vielleicht weil wir alle internationaler und „polyglotter“ geworden sind oder es uns Andere einreden wollen, dass es so ist. Ist ja auch nicht schlimm.
Slacker auf der Highline. Foto: Christian Ettl, www.slackline-session.com

Das Wort „Slackline“ wird vielleicht nur Einigen etwas sagen, aber Seiltanz, das sagt Ihnen etwas. Oft im Circus gesehen und bestaunt. Einer oder manchmal ganze Gruppen gingen über ein Seil. Ein Drahtseil. Im Circus meist mit Netz, aber draussen gab es schon Trapezkünstler, die ohne Netz in einigen Höhen über das Seil gelaufen sind.

Keine Angst, das sollen und werden Sie nicht machen. Ich zeige Ihnen wie schön und spannend der Seiltanz, genannt Slacklining heute sein kann.

Slackline ist ein 25 mm oder auch 50 mm breites Gummiband. Welches für den Anfänger besser ist, muss jeder selbst ausprobieren. Die Könner sind da unterschiedlicher Meinung.
Die Line kann in verschiedenen Längen in einigen Sportgeschäften auch hier im Kiez erworben werden. Das Paket kostet zwischen 25.- und 70.- Euro.

Damit geht man in den Park seiner Wahl, sucht sich zwei Bäume aus, möglichst nicht weiter als 8 - 10 m auseinander und befestigt die Line hier. Für den Anfänger sollte es maximal kniehoch sein. Die Line wird mit Baumschlingen um die Bäume gelegt und mit einer sogenannten Ratsche gestrafft. Das ist alles.

Rauf auf die Slackline und versuchen zu balancieren, zu laufen oder besser erstmal stehen und das Gleichgewicht halten. Das ist am Anfang etwas gewöhnnungsbedürftig, weil das Bein, das auf der Slackline steht, sehr zittert. Nach 10 Minuten hat man es meist geschafft. Also geben Sie sich 15 Minuten. Dann kann man auch die ersten Schritte üben.

Um die Bäume zu schützen, legen Sie einfach einen kleinen Teppich zwischen Slackline und Rinde.

Wenn man die ersten Schritte geschafft hat und sicher über die Slackingline gehen kann, darf und kann man sich natürlich steigern. Es gibt eine Jumpline, hier kann man auf der Line springen und sich in der Luft um 180 Grad drehen, mit der Longline kann man längere Distanzen laufen, und dann kann man natürlich auch die Höhe steigern. Es gibt Spezialisten, die die Line zwischen zwei Bergspitzen gespannt haben und dort rüber gehen. Dann gibt es die Rodeoline. Hier werden die Enden der Line sehr hoch am Baum an-gebracht, die Mitte aber hängt knapp über dem Boden, auch nicht leicht. Auch Waterlines gibt es natürlich. Das ist eine Slackline, die über dem Wasser hängt. Hier bitte auf die Tiefe des Wassers achten.

Bleiben Sie erst mal artig im Park.

Die Geschichte des Slacklining ist schnell erzählt. In den USA, im Yosemite–Nationalpark, haben Kletterer in den 70er Jahren aus langer Weile auf Absperrketten  balanciert. In den 80er Jahren wurden Schlauchbänder dafür geschaffen und schon ging die Reise der Slackingliner um die Welt.

Wer Fragen hat und nicht allein in den Park gehen möchte, weil es am Anfang doch noch etwas kompliziert ist, kann sich gern im Internet unter www.slackliner-berlin.de informieren

Axel de Roche

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