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28.05.2011 / Projekte und Initiativen

Das Leben eines Chores – mehr als das Übliche

Einmal in der Woche Probe – zwei Konzerte im Jahr – Sommerfest und Weihnachtsfeier … der übliche Rhythmus eines Chores, und das seit fast 20 Jahren.
Konzertchor Friedenau. Foto: NBHS

Höhepunkte waren die Aufführung des Romantischen Oratoriums „Elias“ für Chor, Solisten und großes Orchester – aber auch die erstmalige Aufführung der „Misa Criolla“ – einer argentinischen Messe mit dem berühmten Gitarristen Coco Nelegatti und seinem siebenköpfigen Ensemble – mit folkloristischen Instrumenten wie unter anderem Bandoneon, Charango und Schlagwerk.

Seit 2010 sind neue Aktivitäten dazugekommen:
Die Mitsingkonzerte des mehrfachen Grammy-Preisträgers „Rundfunkchor Berlin“, bei denen über tausend Chorsänger aus Berlin und sogar aus Übersee in der Philharmonie mitmachen, unterstützt der Konzertchor Friedenau mit selbst organisierten Proben. Hier wird große Chorliteratur gearbeitet, die ein einfacher Chor nicht aufführen kann: die „Carmina Burana“ von Carl Orff, das Requiem von Giuseppe Verdi, die große As-Dur-Messe von Franz Schubert, und in diesem Jahr sogar das höchst anspruchsvolle War Requiem von Benjamin Britten – ein Werk, das angesichts der Gräuel des zweiten Weltkrieges einiges zur Versöh-ung zwischen dem englischen und deutschen Volk beigetragen hat. Dieses Oratorium ist wegen seiner freien Tonalität vielen SängerInnen eigentlich fast nicht zugänglich. Deswegen hat der Chor etwa 40 Proben organisiert – bis zu 140 TeilnehmerInnen erscheinen dafür in den Räumen des Nachbarschaftsheims. Im September werden es „Crashproben“ zur Auffrischung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms sein. Leitung Rolf Ahrens, Pianist Uwe Streibel (siehe auch <link http: www.konzertchor-friedenau.de external-link-new-window externen link in einem neuen>www.konzertchor-friedenau.de).

Der Sommerkurs 2010, den der Leiter des Konzertchores anbot, wurde rege angenommen. Diesmal waren es vier Wochenendproben zur Pop-Gruppe Abba: „Thank you for the Music“, „Dancing Queen“, „I have a Dream“ aus dem Musical „Mamma Mia“ und „People need Love“ erschallten zur Playback-Band aus dem Großen Saal im Nachbarschaftshaus. Ein großer Spaß und voller Erfolg – Chormusik mal anders. Am 16.+17. sowie 30.+31. Juli jeweils von 11-14 Uhr im Großen Saal des Nachbarschaftshauses, Holsteinische Straße 30; Gebühr 40 Euro für vier 3-Stunden-Termine, Noten und Übungs-CD. Anmeldung bis zum 1. Juli erforderlich bei <link mail ein fenster zum versenden der>Sommerkurs-Spirituals@web.de oder bei Rolf Ahrens Tel.: 03371-689 762

Der Sommerkurs 2011 beschäftigt sich mit „klassischen Spirituals“ wie „Swing low“, „Good News“ und „Roll Jordan, roll“. Die klassischen Spirituals wurden von Menschen hervorgebracht, die eine geradezu magische Methode benutzten, um ihre Menschenwürde gegen die Qualen der barbarischen Sklaverei zu behaupten: das gemeinsame Singen! "Spirituals" sind die Beschwörungsgesänge, die auf den Sklavenschiffen und Baumwollplantagen der amerikanischen Südstaaten entstanden. In ihrer ursprünglichen Form werden sie bei vielen Gelegenheiten immer gerne gesungen und prägen sich beim Singen und Zuhören tief ein. Am Sonntag, 11. September von 11-14 und von 15-18 Uhr im Großen Saal des Nachbarschaftshauses (Holsteinische Straße 30); Gebühr 10 Euro für zwei 3-Stunden-Termine (Cafe geöffnet). Anmeldung bis zum 6.9. erforderlich bei <link mail ein fenster zum versenden der>Crashkurs-Brahms-Requiem@web.de oder bei Rolf Ahrens Tel.: 03371-689 762.

Das Offene Singen vor dem Nachbarschaftshaus am Sonntag, dem 31. Juli um 15 Uhr gibt Groß und Klein die Gelegenheit, einfach ein paar Lieder mitzusingen, die jeder kennt – Texte werden verteilt, die Musiker auf Akkordeon, Gitarre und Bass spielen los, und wer will, ist dabei. Kein Leistungsdruck – einfach ein paar Volkslieder, Shanties, Spirituals, Schlager. Das Café ist geöffnet, und wenn es regnet, geht es im Großen Saal weiter.
Anita Carstens

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