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29.01.2014

Das Hotel Klee

Berlin verfügt über ca. 800 größere und kleinere Hotelbetriebe mit einer Gesamtbettenkapazität von über 120.000 Hotelbetten, inoffiziellen Zahlen zufolge liegt die kommerzielle Übernachtungskapazität damit sogar über der von New York!

Foto: Hartmut Becker

Man muss sich also etwas einfallen lassen, wenn man in diesem Markt investieren will. Genau das haben die beiden Initiatoren des HotelKlee – Das WellnessCity Hotel in Friedenau, Herr Dr. Cihan Arin und Herr Tahir Celik gemacht. Sie eröffneten in einem völlig restaurierten Altbau ein vier Sterne – Superior Kunsthotel mit Spa Bereich und Restaurant-betrieb. Die Kunstliebe des Architekten des Hotels, Dr. Arin, ist in allen Details des Hotels wiederzufinden; die gesamte Gestaltung ist auf das Werk des Künstlers Klee fein abgestimmt.

Die Außenfassade des Hotels ist mit Fragmenten verziert, die, wie sollte es anders sein, einem Werk von Paul Klee entnommen ist. Dies ist insofern von Bedeutung, als Paul Klee während seiner Zeit (1916-18) im 1. Weltkrieg Doppeldecker mit seinen farblichen Mustern bemalte. Klee verkaufte zu dieser Zeit erstmalig im größeren Stil Bilder in der Berliner Galerie „Sturm“. Überhaupt zeigt sich der Farb- und Zeichenstil Paul Klees in vielen Accessoires der Zimmereinrichtungen, wie den Gardinen und der Tagesdecke. Auch im Restaurant „PauLily“, das dem Ehepaar Klee, Paul Klee und Lily Stumpf, gewidmet ist. Im Entrée des Hotels findet man moderne zeitgenössische Kunst. In naher Zukunft ist beabsichtigt, auch Vernissagen und soziale Veranstaltungen in dem 120-Plätze-Restaurant mit Kaminzimmer durchzuführen.

Das Restaurant war früher das berühmte Café „Bundeseck“, in dem der literarische „Arbeitskreis Revolutionärer Schriftsteller“ gegründet wurde. In den 60er und 70er Jahren verkehrten hier Max Halbe, Max Frisch und der schon etablierte Günter Grass, der den Arbeitskreis als „Basisgruppe Friedenau“ bezeichnete.

Das 160 Betten Hotel verfügt über 81 Doppelzimmer, 3 Einzel-zimmer sowie einige Suiten. Die Standardzimmer haben ca. 18 m² und kosten im Schnitt ab 75 Euro, die Suite mit doppeltem Eingang und ca. 45 m² ist ab 220 Euro zu haben. Seit Mitte November 2013 verfügt das Hotel über einen Spa-Bereich mit drei Whirlpools, Sauna und Ruhebereich. 10 Parkplätze runden das Hotelangebot ab. Zu erwähnen ist auch die gute Verkehrsanbindung an U- und S-Bahn, die einen in 10 Minuten zum Kurfürstendamm bringen.

Der sympathische Hoteldirektor Herr Eisenstein managed in etwa 40 Mitarbeiter und erzählt uns, dass es schon mal vorkommen kann, dass er selbst in einigen der Funktionen seiner Mitarbeiter einspringen muss, wenn dies gefordert ist. Insgesamt ist ihm der Kontakt zur Basis der Mitarbeiter sehr wichtig. Wenn man sich als Hotelier von der Masse der Konkurrenten abgrenzen will, geht dies nur über den Service als kritischen Erfolgsfaktor. Und hierzu bedarf es hochmotivierter, gut ausgebildeter Mitarbeiter.  

Er selbst sei in der Hotelbranche groß geworden und sieht das Individualhotel „Klee“ als große Bereicherung seiner 12-jährigen Berufserfahrung an, die ihn auch in den angelsächsischen Raum führte. Seiner Meinung nach sei der Servicefaktor hier zwar stärker verinnerlicht, jedoch nicht ganz so „herzlich“ umgesetzt.

Das Hotel „Klee“ mit seinem Restaurant „PauLily“ stellt für das „hotelarme“ Friedenau eine willkommene Bereicherung dar und wird von den potenziellen Gästen sicher gerne angenommen.

Thomas Geisler

HotelKlee
Bundesallee 75, 12161 Berlin
http://www.hotelklee.com

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